MÜNCHEN, 15. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Nagarro, ein weltweit führendes Unternehmen für KI-Transformation und Entwicklung, hat heute seine ungeprüften Finanzzahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt und seine Quartalsmitteilung veröffentlicht.

Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz auf 248,1 Mio. €, was einem Anstieg von 0,9 % gegenüber dem vorangegangenen Quartal (245,9 Mio. € im vierten Quartal 2025) und einem Anstieg von 1,2 % gegenüber dem vorangegangenen Quartal auf Basis konstanter Wechselkurse entspricht. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,5 %, gegenüber 246,9 Mio. € im ersten Quartal 2025 und wuchs wechselkursbereinigt um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr, während das organische Umsatzwachstum auf Euro-Basis um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr zurückging, wechselkursbereinigt jedoch um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr zunahm. Der Gross Profit stieg im ersten Quartal 2026 auf 77,4 Mio. €, gegenüber 75,5 Mio. € im ersten Quartal 2025. Die Gross Margin erhöhte sich im ersten Quartal 2026 auf 31,2 %, gegenüber 30,6 % im ersten Quartal 2025. Das bereinigte EBITDA stieg um 1,0 Mio. € von 30,2 Mio. € (entsprechend einer bereinigten EBITDA-Marge von 12,2 %) im ersten Quartal 2025 auf 31,2 Mio. € (entsprechend einer bereinigten EBITDA-Marge von 12,6 %) im ersten Quartal 2026.
Das EBITDA stieg um 5,7 Mio. € von 33,0 Mio. € im ersten Quartal 2025 auf 38,8 Mio. € im ersten Quartal 2026, was hauptsächlich auf einen Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen in Höhe von 4,1 Mio. € zurückzuführen ist; dieser Betrag wurde bei der Berechnung des bereinigten EBITDA bereinigt. Das EBIT stieg um 5,9 Mio. € von 24,1 Mio. € im ersten Quartal 2025 auf 30,0 Mio. € im ersten Quartal 2026. Das Ergebnis der Periode stieg um 7,9 Mio. € auf 19,2 Mio. € im ersten Quartal 2026 gegenüber 11,2 Mio. € im ersten Quartal 2025. Die Zahl der Kunden, mit denen Nagarro in den vergangenen zwölf Monaten einen Umsatz von über einer Million Euro generierte, belief sich im ersten Quartal 2026 auf 179, gegenüber 186 im ersten Quartal 2025, da mehrere implementierungsorientierte Projekte erfolgreich abgeschlossen und in stabile, laufende Managed-Services-Verträge umgewandelt wurden.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit sank im ersten Quartal 2026 auf -0,3 Mio. €, von 37,5 Mio. € im ersten Quartal 2025, was hauptsächlich auf einen relativen Anstieg des Working Capital um 32,4 Mio. € zurückzuführen ist. Die Inanspruchnahme des Factoring-Programms ohne Rückgriffsrecht ging im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal 2025 leicht um 0,2 Mio. € zurück. Die Forderungslaufzeit, die basierend auf den vierteljährlichen Umsatzerlösen berechnet wird und sowohl Vertragsvermögenswerte als auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet, erhöhte sich von 82 Tagen am 31. Dezember 2025 auf 86 Tage am 31. März 2026.
Die Zahlungsmittel von Nagarro beliefen sich zum 31. März 2026 auf 112,6 Mio. €, gegenüber 124,6 Mio. € zum 31. Dezember 2025. Die Finanzverbindlichkeiten von Nagarro betrugen zum 31. März 2026 310,9 Mio. €, gegenüber 310,1 Mio. € zum 31. Dezember 2025. Das Unternehmen stellte im ersten Quartal 2026 540 neue Fachkräfte (netto) ein und beschäftigte damit insgesamt 18.543 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Manas Human, Co-Founder und CEO von Nagarro, sagte: „Unser Wachstum im ersten Quartal entsprach den Erwartungen. Wir schreiten als Unternehmen für KI-Transformation und Entwicklung voran und stärken unsere Beratungskompetenz, um ein vertrauenswürdiger Partner für die KI-Transformation unserer Kunden zu sein."
Nachfolgend findet sich eine Zusammenfassung der ungeprüften Zahlen für das erste Quartal 2026:
Q1 | Q1 | Wachstum | ||||
Mio. EUR | Mio. EUR | |||||
Umsatz | 248,1 | 246,9 | 0,5 % gegenüber dem Vorjahr | |||
Gross Profit | 77,4 | 75,5 | 2,4 % gegenüber dem Vorjahr | |||
Gross Margin | 31,2 % | 30,6 % | ||||
Bereinigtes EBITDA | 31,2 | 30,2 | 3,3 % gegenüber dem Vorjahr | |||
Bereinigte EBITDA-Marge | 12,6 % | 12,2 % | ||||
EBITDA | 38,8 | 33,0 | 17,4 % gegenüber dem Vorjahr | |||
EBIT | 30,0 | 24,1 | 24,6 % gegenüber dem Vorjahr | |||
Ergebnis der Periode | 19,2 | 11,2 | 70,7 % gegenüber dem Vorjahr | |||
Nagarro SE wird seinen Earnings Call zur Besprechung der Ergebnisse des ersten Quartals 2026 am 15. Mai 2026 um 13:00 Uhr MESZ (04:00 Uhr PT / 06:00 Uhr CT / 07:00 Uhr ET / 12:00 Uhr BST / 15:00 Uhr GST / 16:30 Uhr IST / 19:00 Uhr SGT / 20:00 Uhr JST) abhalten.
Um daran teilzunehmen, melden Sie sich bitte vorab an unter https://www.nagarro.com/de/investor-relations/quarterly-statement-call-q1-2026.
Über Nagarro
Nagarro, ein weltweit führendes Unternehmen für KI-Transformation und Entwicklung, unterstützt Kunden dabei, "fluidic", innovative, AI-first Unternehmen zu werden und dadurch auf ihren Märkten erfolgreich zu sein. Das Unternehmen zeichnet sich durch seinen unternehmerischen, agilen und globalen Charakter, seine CARING-Mentalität und seine "Fluidic Intelligence"-Vision aus. Nagarro beschäftigt rund 18.500 Mitarbeitende und ist in 40 Ländern vertreten. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.nagarro.com.
(FRA: NA9) (SDAX/TecDAX) (ISIN: DE000A3H2200) (WKN A3H220)
Für Anfragen wenden Sie sich bitte an press@nagarro.com.
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Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.