Lettische Unternehmen starten bei offiziellem Besuch in Schweden neue Kooperationsprojekte in den Bereichen Technologie, Verteidigung und grüne Transformation

15.05.2026

RIGA, Lettland, 14. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Der von der lettischen Investitions- und Entwicklungsagentur (LIAA) organisierte und von Wirtschaftsminister Viktors Valainis geleitete offizielle Besuch in Schweden ist abgeschlossen. Während eines zweitägigen Aufenthalts in Stockholm trafen lettische Unternehmen mit schwedischen Unternehmen, Investoren und Institutionen zusammen, um neue Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Verteidigung, digitale Technologien, grüne Transformation, nachhaltiges Bauen und fortschrittliche Fertigung zu erkunden.

Minister of Economics Viktors Valainis (in the center), to the right State Secretary to the Minister for International Development Cooperation and Foreign Trade of Sweden Diana Janse, LIAA Director General Ieva Jāgere, LIAA Deputy Director Laura Štrovalde, President & CEO, Business Sweden Jan Larsson, et al.

„Schweden ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Lettlands und der größte Investor in unserer Wirtschaft. Dieser Besuch war eine wichtige Gelegenheit, die langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern zu stärken. Die Treffen mit international bedeutenden Unternehmen wie Amazon Web Services und Saab waren besonders wertvoll, vor allem bei den Diskussionen über digitale Infrastruktur, Verteidigungsindustrie und Hochtechnologie. Das Wirtschaftswachstum Lettlands ist eng mit den Exporten, den Investitionen und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen verbunden", sagte Wirtschaftsminister Viktors Valainis.

Das lettisch-schwedische Wirtschaftsforum in Stockholm brachte mehr als 200 Vertreter von Unternehmen und Institutionen aus beiden Ländern zusammen, darunter mehr als 130 Teilnehmer aus Lettland. Das Forum wurde von Minister Valainis und der Staatssekretärin des schwedischen Ministers für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel, Diana Janse, eröffnet. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Business Sweden, der schwedischen Botschaft in Riga und der lettischen Botschaft in Schweden organisiert.

Im Jahr 2025 erreichte der Gesamtumsatz im Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen Lettland und Schweden 2,6 Milliarden Euro, womit Schweden der fünftgrößte Handelspartner Lettlands ist. Schweden ist auch der größte ausländische Investor in Lettland mit kumulierten Investitionen von über 7,7 Milliarden Euro.

„Schweden ist stolz darauf, der größte Investor in Lettland zu sein, mit mehr als 500 schwedischen Unternehmen, die in fast allen Bereichen der lettischen Wirtschaft tätig sind. Durch Handel und Investitionen stärken wir nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern auch unsere gemeinsame Widerstandsfähigkeit und Sicherheit", sagte Diana Janse, Staatssekretärin beim schwedischen Minister für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel.

Während des Besuchs nahm die Delegation an mehr als 130 individuellen B2B-Treffen, einem Investorenforum an der Nasdaq Stockholm und einer Reihe von Treffen mit schwedischen Unternehmen und Investoren teil. Die Delegation traf auch mit der Stockholmer Bürgermeisterin Karin Wanngård zusammen, um über Innovation, nachhaltige Stadtentwicklung und Investitionszusammenarbeit zu sprechen. „Wir haben ein starkes Interesse schwedischer Unternehmen und Investoren an Lettland und an den Fähigkeiten lettischer Unternehmen festgestellt. Das Wirtschaftsforum, die B2B-Treffen und die Investorengespräche haben konkrete Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in Branchen mit hoher Wertschöpfung geschaffen", sagte die Generaldirektorin der LIAA, Ieva Jāgere.

Die lettische Delegation umfasste Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Verteidigung, Bauwesen, Technologie, Energie, Finanzen, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Logistik und Lebensmittelproduktion, darunter Latvijas Mobilais Telefons, HansaMatrix, Ammunity, UPB, PRIMEKSS, Citadele Bank, Latvenergo und andere.

Der Besuch wurde im Rahmen des von der EU kofinanzierten Programms zur Entwicklung innovativer KMU mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des lettischen Staates organisiert.

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.