NEW YORK, 4. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Eine beeindruckende Koalition von Experten und Befürwortern der globalen Gesundheit fordert Die FIFA verpflichtet sich, ihre Partnerschaft mit Coca-Cola bis 2030 zu beenden. Die Kick-Big-Soda-Out-Bewegung richtete sich erstmals während der Klub-WM 2025 in den Vereinigten Staaten gegen die FIFA. Dort warfen die Aktivisten Coca-Cola vor, seine gesundheits- und umweltschädlichen Produkte in den Stadien, bei den Übertragungen und in den sozialen Medien zu waschen. Die FIFA hat nicht gehandelt. Jetzt, da die Weltmeisterschaft im eigenen Land ausgetragen wird, ist der Druck noch größer geworden.
Die Spannung könnte nicht deutlicher sein. Die Gastgeberländer Kanada und Mexiko haben Warnhinweise auf der Vorderseite von Produkten mit übermäßigem Zucker-, Salz- und Fettgehalt eingeführt - und Mexiko ist zusammen mit den kanadischen Provinzen Neufundland und Labrador Vorreiter bei Gesundheitssteuern auf gesüßte Getränke. Diese Maßnahmen spiegeln den jahrelangen Einsatz für die öffentliche Gesundheit wider, um den Konsum der ungesunden Produkte einzudämmen, die Coca-Cola an Millionen von Fans, insbesondere Kinder, vertreibt.
Die kommerziellen Partnerschaften der FIFA stehen seit langem in der Kritik, weil sie in direktem Gegensatz zur lokalen Gesundheitspolitik stehen. Die prominente Präsenz von Coca-Cola bei der Fußballweltmeisterschaft 2026 folgt dem gleichen Schema: Länder, die sich um die Senkung des Zuckerkonsums und die Verbesserung der Gesundheit ihrer Bürger bemühen, aufzufordern, nicht nur einen der weltgrößten Hersteller von gesüßten Getränken ins Rampenlicht zu stellen, sondern auch nationale Vorschriften zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu missachten.
"Big Soda hat einen einzigartigen Betrug perfektioniert: die größten Sportstadien auszunutzen, um ein Produkt zu waschen, das mit steigenden Raten von ernährungsbedingten Krankheiten in Verbindung gebracht wird", sagte Sandra Mullin, Senior Vice President, Policy Advocacy and Communication, Vital Strategies. "Big Tobacco wurde von großen Sportereignissen verbannt, weil das Sponsoring Schäden legitimierte - "Big Soda" verdient die gleiche Behandlung. Die Fußballweltmeisterschaft sollte nicht das Image von Big Soda aufpolieren. Es ist an der Zeit, den Menschen vor den Profit zu stellen."
Übermäßiger Zuckerkonsum führt zu steigenden Raten von Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und Herzkrankheiten, und das aggressive Marketing von Big Soda erreicht Millionen von Menschen, darunter auch Kinder, und beeinflusst deren Vorlieben und Käufe.
Kick Big Soda Out hat seit seinem Start während der Olympischen Spiele 2024 in Paris über 523.000 Unterstützer und die Unterstützung von 97 Organisationen gewonnen. Die Forderung der Kampagne ist klar: Die FIFA muss die Weltmeisterschaft 2026 als Wendepunkt nutzen, nicht als weitere verpasste Chance.
Schließen Sie sich der Bewegung an, die von der FIFA die Beendigung der Coca-Cola-Partnerschaft bis 2030 fordert: www.kickbigsodaout.org und benutzen Sie #KickBigSodaOut um sich an der Diskussion zu beteiligen.
Medienkontakt:
Rachel Burns, rburns@vitalstrategies.org
Wenige Stunden vor dem offiziellen Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 geraten die Vereinigten Staaten als Gastgeberland wegen ihrer Migrations- und Einreisepolitik unter wachsenden internationalen Druck. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, rief Washington dazu auf, die Umsetzung seiner migrationspolitischen Vorgaben „in der Tiefe“ zu überprüfen. Anlass sind eine Reihe von Zwischenfällen rund um die Anreise von Spielern und Delegationen, die die Debatte über die Vereinbarkeit der US-Praxis mit internationalen Menschenrechtsstandards neu entfacht haben.
Besonders kritisiert werden administrative Hürden und Pannen bei der Einreise, von denen laut Türk auch offizielle Delegationen betroffen waren. In diesem Zusammenhang werden unter anderem Probleme beim Zugang zu Visa und Kontrollen bei der Ankunft genannt; ein Fokus liegt auf den Schwierigkeiten, mit denen Vertreter des Iran konfrontiert gewesen sein sollen. Für den Menschenrechtschef der Vereinten Nationen steht dabei weniger die grundsätzliche Souveränität der USA in Migrationsfragen im Zentrum, als vielmehr die Art und Weise, wie diese Politik angewendet wird und welche Folgen sie für die „Menschenrechte und die menschliche Würde“ hat.
Türk appellierte in einer Pressekonferenz in Genf an die US-Regierung, gerade mit Blick auf die Weltmeisterschaft die bestehenden Verfahren zu überdenken. Die aktuell vorherrschenden Politiken müssten so angepasst werden, dass sie den Anforderungen eines globalen Sportereignisses besser gerecht werden, sagte er sinngemäß. Die Erwartung der UN-Seite: Ein Regime, das einerseits die Sicherheitsinteressen des Gastgeberlandes wahrt, andererseits aber die Bewegungsfreiheit von Spielern, Funktionären und Fans nicht unnötig einschränkt oder zu demütigenden Situationen führt.
Der Weltverband FIFA versucht derweil, Distanz zur Auseinandersetzung zu halten und verweist auf die Zuständigkeit des Gastgeberstaates. Man greife nicht in Einwanderungsverfahren oder Visa-Entscheidungen des Austragungslandes ein, betont die Organisation. Dennoch wächst die Sorge, dass ungeklärte Fragen im Grenz- und Visaregime weitere Reibungsverluste produzieren und damit den Ablauf des Turniers stören könnten. Sollten die kritisierten Punkte nicht rasch adressiert werden, drohen die organisatorischen Probleme, die Erzählung der WM schon vor dem ersten Anpfiff zu überlagern.