Xinhua Silk Road: „Hofwirtschaft" kurbelt ländlichen Kulturtourismus in einem Kreis in Zentralchina an

14.10.2026

BEIJING, 14. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Nachdem der „Country Walk" – Spaziergänge auf dem Land – bereits früher in diesem Jahr im Ausland zum Trendthema geworden war, erfreut er sich nun auch bei China-Reisenden zunehmender Beliebtheit.

Xinhua Silk Road: "Courtyard economy" spurs rural cultural tourism in central China county

Im Kreis Changsha in der zentralchinesischen Provinz Hunan reitet ein kleines Dorf namens Xiangfeng auf der Welle des „Landspaziergangs" und nutzt die „Hofwirtschaft", um den ländlichen Tourismus anzukurbeln.

Unter den ausländischen Besuchern haben sieben junge Menschen aus sechs Ländern, darunter den Vereinigten Staaten, Deutschland und Malaysia, während der Dreharbeiten zur beliebten Reality-TV-Show „From Far Lands to China's Farmlands" im Dorf gelebt.

Als „neue Landwirte" arbeiteten diese tatkräftigen jungen Ausländer Seite an Seite mit den Einheimischen, um den auf Hofleben ausgerichteten ländlichen Kulturtourismus im Dorf Xiangfeng hautnah zu erleben.

Sie verwandelten nicht nur leerstehende ländliche Häuser in Räume im beliebten internationalen Stil, sondern probierten auch Kräuter-Hotpot, nahmen an Aktivitäten zum immateriellen Kulturerbe (ICH) teil und genossen dabei ofengebackenes Brot und Kaffeespezialitäten.

Was sie am meisten beeindruckte, war nicht nur das köstliche chinesische Essen, sondern auch das bezaubernde ländliche Leben im Dorf Xiangfeng, wo Agritainment floriert und sich chinesische und ausländische Kulturen harmonisch vermischen.

Nachdem die zweite Staffel von „From Far Lands to China's Farmlands" online 420 Millionen Aufrufe verzeichnen konnte, rückte die TV-Reality-Show, die in China für Furore sorgte, den chinesischen Landtourismus erneut ins Rampenlicht.

Als die jungen Menschen aus Malaysia und Georgien beschlossen, sich dort dauerhaft niederzulassen, nutzte der Landkreis Changsha diese kleinen Höfe, um nicht nur neue Konsumszenarien auf dem Land zu schaffen, sondern auch Plattformen, um der Welt die ländlichen Kurzurlaube nach chinesischer Art zu präsentieren.

Original-Link: https://en.imsilkroad.com/p/352515.html

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Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.