X Square Robot stellt neues Modell für verkörperte KI vor und kündigt an, dass Roboter in 35 Tagen in die Haushalte kommen werden

23.04.2026

Mit Unterstützung von Alibaba, ByteDance, Xiaomi und Meituan stellte X Square Robot ein grundlegendes Modell der verkörperten KI der nächsten Generation für Haushaltsroboter vor und kündigte an, dass die ersten Einsätze in Privathaushalten innerhalb von 35 Tagen beginnen sollen.

BEIJING, 23. April 2026 /PRNewswire/ -- X Square Robot stellte am Dienstag „Wall-B" vor, ein neues, physisch verkörpertes KI-Grundmodell, das für den Einsatz in realen Haushalten konzipiert ist. Das Unternehmen bezeichnete dies als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Integration von Allzweckrobotern in den Familienalltag.

Bei einer Produkteinführung unter dem Motto „Born to Bot, Bot to Family" stellte das Unternehmen zudem seine „World Unified Model" (WUM)-Architektur vor, ein Trainingsframework, das Bildverarbeitung, Sprache, Bewegung und physikalische Vorhersagen von Anfang an in einem einzigen System vereint. Laut X Square soll das Modell Robotern helfen, in der weitaus unvorhersehbareren Umgebung eines Haushalts zu agieren, wo Aufgaben, Raumaufteilungen und Interaktionen von Moment zu Moment variieren.

„Roboter in Fabriken und Roboter in Privathaushalten unterscheiden sich grundlegend", sagte Qian Wang, Gründer und CEO von X Square Robot. „In Fabriken wiederholen sie dieselbe Aktion 10.000 Mal. In einem Privathaushalt müssen sie möglicherweise 10.000 verschiedene Aktionen ausführen, jede in einem anderen Kontext. Die eigentliche Herausforderung ist nicht die Wiederholung, sondern die Frage, ob ein Roboter neue, nicht trainierte Aktionen in einer unstrukturierten Umgebung ausführen kann."

Wall-B ist die erste vollständige Umsetzung der World Unified Model-Architektur des Unternehmens. Im Gegensatz zu modularen Systemen, die Wahrnehmung, Sprache und Steuerung separat trainieren, optimiert das World Unified Model laut X Square Robot diese Fähigkeiten von Anfang an gemeinsam. Das Unternehmen erklärte, dass dadurch physikalische Vorhersagen – einschließlich Kraft, Reibung und Kollisionsdynamik – als Teil des Modells selbst entstehen können, anstatt nachträglich hinzugefügt zu werden.

„Wir trainieren Sehen, Sprache, Handeln und Vorhersagen von Anfang an im selben Netzwerk", sagte Wang Hao, Chief Technology Officer von X Square. „Menschliche Säuglinge lernen nicht in isolierten Phasen zu sehen, sich zu bewegen und zu kommunizieren. Sie lernen, indem sie Wahrnehmung und Handeln gleichzeitig integrieren, mit ständigem Feedback aus der physischen Welt. Das ist das Prinzip hinter unserer Architektur."

X Square Robot erklärte, das Modell basiere auf zwei Kernpfeilern. Der erste ist eine Datenstrategie, die sich auf reale, nicht inszenierte häusliche Umgebungen konzentriert und darauf abzielt, das System mit der ganzen Bandbreite an Haushaltsszenarien zu konfrontieren – verlegte Gegenstände, vorübergehende Sichtbehinderungen, unerwartete Hindernisse und spontane menschliche Aktivitäten. Der zweite ist ein physikbewusster Vorhersagemechanismus, der es dem Roboter ermöglicht, physikalische Ergebnisse zu antizipieren, bevor er Maßnahmen ergreift, anstatt lediglich nach Kontakt zu reagieren.

Zusammen sollen diese Elemente eine der größten Herausforderungen der Robotik überwinden: den Übergang von kontrollierten Demos zu zuverlässiger Leistung in realen Umgebungen. Das Unternehmen erklärte, seine Arbeit an physischen Roboterplattformen habe dazu beigetragen, praktische Erfahrungen bei der Überbrückung von Simulation und Realität unter vielfältigen Betriebsbedingungen zu sammeln.

Bei der Veranstaltung demonstrierte X Square eine Reihe von Live-Aufgaben. In einer Erlebniszone arrangierte ein Roboter Blumen, während er seinen Griff und seine Bewegungen in Echtzeit anpasste, als sich die Stiele unter visueller Verdeckung verschoben. Die Aufgabe wurde laut Angaben des Unternehmens ohne voreingestellte Bewegungsbahnen ausgeführt und zog die Aufmerksamkeit sowohl der nationalen als auch der internationalen Medien auf sich, die an der Veranstaltung teilnahmen.

Dennoch räumte X Square ein, dass sich die Technologie noch in einem frühen Stadium befindet. Wang sagte, dass aktuelle Systeme Fehler machen können, die ein Eingreifen aus der Ferne erfordern – wie zum Beispiel das Ablegen von Hausschuhen in der Küche oder das Anhalten mitten in einer Aufgabe, um die nächste Aktion zu verarbeiten. Er fügte jedoch hinzu, dass die Fähigkeit der Roboter, kontinuierlich zu arbeiten und rund um die Uhr neue Daten aus der realen Welt zu generieren, dem System einen Weg zu rascher Verbesserung ebne.

Dieser Lernzyklus ist zentral für den nächsten Meilenstein des Unternehmens: Innerhalb von 35 Tagen plant X Square, seine Roboter in normalen Haushalten einzusetzen, was das langfristige Engagement des Unternehmens im Bereich der Haushaltsrobotik unterstreicht.

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/2963913/X_Square_Robot.jpg

 

 

 

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Andri Silberschmidt wird zur Schlüsselfigur im Zürcher FDP-Poker um die Regierung

14.04.2026

Die Zürcher FDP setzt bei den Regierungsratswahlen 2027 konsequent auf Konzentration: Parteivorstand und Spitze wollen Nationalrat Andri Silberschmidt als einzigen offiziellen Kandidaten ins Rennen schicken. Der 31- beziehungsweise 32-jährige Unternehmer und Nationalrat soll den frei werdenden Sitz von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh verteidigen und damit die bürgerliche Mehrheit in der siebenköpfigen Kantonsregierung sichern. Die formelle Nomination ist an der Delegiertenversammlung im Juni 2026 vorgesehen.

Silberschmidt, der seit 2019 im Nationalrat sitzt und zuvor im Zürcher Gemeinderat politisierte, positionierte sich bei seiner Vorstellung klar als wirtschaftsliberaler Kandidat. Der Kanton Zürich sei seine Heimat, hier habe er gewohnt, sein Unternehmen gegründet und seine „politischen Sporen abverdient“, sagte er. Priorität habe ein wirtschaftlich starker Kanton, in dem sich Unternehmen wohlfühlen. Als möglicher direkter Nachfolger für die Volkswirtschaftsdirektion nannte er neben Standortpolitik auch Verkehr, Sicherheit und Bildung als Schwerpunkte. FDP-Präsident Filippo Leutenegger beschreibt ihn als Vertreter einer zukunftsgerichteten, gesellschafts- und wirtschaftsliberalen Politik, der Eigenverantwortung, Unternehmertum und einen schlanken Staat betone und über Parteigrenzen hinweg Mehrheiten suchen könne.

Der Entscheid, zunächst nur mit einem Einerticket anzutreten, ist innerhalb des bürgerlichen Lagers umstritten. Politgeograf Michael Hermann bezeichnet das Vorgehen als verpasste Chance: Angesichts von sicher drei und bis zu fünf frei werdenden Sitzen in der Regierung sei der Verzicht auf eine aktive Rückeroberung des zweiten, 2019 an die Grünen verlorenen FDP-Sitzes ein „dürftiges Ziel“ für die traditionsreiche Kantonalpartei. Zumal der Sitz der Mitte-Partei als wacklig gilt, falls Regierungsrätin Silvia Steiner nicht mehr antreten sollte. Leutenegger verweist hingegen auf Risikomanagement: Man wolle „keine übermässigen Ansprüche stellen“, um nicht politisch „auf die Nase zu fallen“. Berichte, wonach potenzielle Kandidatinnen zuletzt mehrfach abgesagt hätten, verstärken den Eindruck eines strategischen Rückzugs auf die Kernaufgabe Sitzsicherung.

Für Spannungen sorgt der FDP-Kurs insbesondere bei der SVP. Kantonalpräsident Domenik Ledergerber spricht von einer Enttäuschung und wirft den Freisinnigen vor, den fünften bürgerlichen Regierungssitz faktisch kampflos preiszugeben. Er erinnert an die Kräfteverhältnisse vor 2019, als SVP, FDP und Mitte gemeinsam fünf der sieben Sitze hielten. Als Reaktion prüft die SVP nun, ihrerseits mit einem Dreierticket anzutreten. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat ihre erneute Kandidatur bereits angekündigt, zusätzliche Namen sollen von einer Findungskommission vorgeschlagen werden; die Delegiertenversammlung will im Juli über das Ticket entscheiden. Die FDP hält ihr langfristiges Ziel von zwei Regierungssitzen zwar aufrecht, will eine zweite Kandidatur aber nur dann lancieren, falls es ausserhalb des bürgerlichen Lagers zu einer Vakanz kommt – etwa wenn parteilose oder mitte-nahe Amtsinhaber nicht mehr antreten.