MONTREAL und BERLIN, Sept. 29, 2026 /PRNewswire/ -- Vention, ein führender Plattform-Anbieter für industrielle Automatisierung, gibt die Eröffnung seines Physical AI-Labors in Montreal bekannt. Der Forschungsschwerpunkt des Labors liegt auf KI-basierter Robotik für die Fertigungsindustrie. Das Ziel ist, neue Physical AI-Fähigkeiten hinsichtlich der Anforderungen realer Produktionslinien zu validieren und zu skalieren.
Das Forschungsprogramm des Labors vereint industrielle Datenerfassung und Robotersteuerung mit KI-Anwendungen und zielt auf komplexe und unstrukturierte Fertigungsaufgaben ab. Da die Technologie von Vention weltweit bei Tausenden von Herstellern zum Einsatz kommt, darunter 90 der Fortune-500-Unternehmen, erhalten die Forschenden direkten Zugang zu realen Fertigungsumgebungen und einem kontinuierlichen Strom industrieller Manipulationsdaten für das Training von Physical AI-Modellen. Diese Kombination aus akademischer Forschung und einer aktiven industriellen Basis hebt das Labor von anderen Akteuren der Branche ab. Die Modellentwicklung wird durch Benchmarks als auch durch Kundenfeedback geprägt.
„Was dieses Labor auszeichnet, ist der Kreislauf, den wir geschaffen haben: Die akademische Forschung fließt direkt in reale Produktionsprobleme ein, und das Feedback aus der Produktion fließt wiederum zurück in die Forschung", sagte Dr. Jimmy Li, Leiter Physical AI bei Vention. „Unsere Kunden warten nicht auf ein fertiges Produkt, das sie testen können; sie sind von Anfang an dabei, während wir es entwickeln. Das ist in diesem Bereich einzigartig und ermöglicht es uns, schneller von einem Forschungsergebnis zu einer Lösung zu gelangen, die tatsächlich in der Fabrikhalle zum Einsatz kommt."
„Physical AI wird die Möglichkeiten der Hersteller zur Automatisierung grundlegend erweitern, doch die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, zu beweisen, dass ein Roboter eine Aufgabe im Labor ausführen kann", sagte Etienne Lacroix, Gründer und CEO von Vention. „Die eigentliche Chance besteht darin, diese Fähigkeiten zuverlässig, wirtschaftlich und in Tausenden von Fabriken einsetzbar zu machen. Durch die Kombination von Kanadas erstklassigem KI-Ökosystem mit Ventions fundiertem Robotik-Know-how, den Industriedaten und der Full-Stack-Automatisierungsplattform verfügen wir über eine einzigartige Grundlage, um diese Lücke zu schließen."
„Send us your parts"-Option für deutsche Unternehmen
Auch deutsche Unternehmen können das Labor nutzen und von den Entwicklungsfortschritten profitieren. „Deutschland ist neben Nordamerika einer der wichtigsten Märkte für uns", sagt Dr. Li. „Mit ihrem hohen Automatisierungsgrad und ihrem Praxiswissen bringen deutsche Hersteller beste Voraussetzungen für die Anwendung von Physical AI mit. Diese Kompetenz wollen wir einbeziehen und deutschen Unternehmen ermöglichen, an unserer Forschung teilzuhaben."
Dafür hat Vention eine sogenannte „Send us your parts"-Option eingerichtet. Dr. Li erklärt: „Als deutscher Hersteller schicken Sie uns ein physisches Bauteil nach Montreal, und wir testen es mit unserer Software in einer Live-Zelle mit Robotern von Universal Robots oder Fanuc. Wir liefern Ihnen Informationen zur Greiferfolgsrate, zur Zykluszeit und zu Fehlermodi, gemessen an Ihrem eigenen Bauteil. So können wir gemeinsam echte Probleme in der Produktion lösen – nicht nur virtuell in Simulationen, sondern ganz konkret in der Praxis."
Darüber hinaus bietet das Physical AI-Labor deutschen Entwicklerteams KI-basierten Zugriff auf Szenendigitalisierung, Segmentierung, Posenschätzung, Greiferauswahl und kollisionsfreie Bewegungsplanung. Diese Option ist insbesondere für Systemintegratoren und Maschinenbauer interessant, die Automatisierungslösungen selbst erweitern, anstatt sie fertig einzukaufen.
Weltklasse-KI-Expertise für die Industrierobotik
Das Physical AI-Labor von Vention wird von Dr. Jimmy Li geleitet, einem Forscher im Bereich Robotik und maschinelles Lernen von der McGill University, der über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der peer-reviewten Forschung sowie fundiertes Fachwissen in den Bereichen Computer Vision, Roboterwahrnehmung, autonome Systeme und KI-gestützte Robotermanipulation mitbringt. In den vergangenen zwei Jahren hat er die Physical AI-Strategie von Vention vorangetrieben und die technische Zusammenarbeit mit NVIDIA geleitet, um Fortschritte in der KI-Forschung in kommerzielle Roboteranwendungen umzusetzen, die in Fabrikhallen zum Einsatz kommen.
Dr. Joelle Pineau, Chief AI Officer bei Cohere, wird Dr. Li als externe technische Beraterin zur Seite stehen. Ihre Beiträge werden sich auf Entscheidungen zur Modellarchitektur, die Festlegung von Forschungsschwerpunkten und den Aufbau von Kontakten zur breiteren KI-Community konzentrieren.
Das Labor hat bereits neues geistiges Eigentum geschaffen, darunter die modulare Physical AI Pipeline GRIIP, die im Februar 2026 auf den Markt gebracht wurde. Als Fortsetzung des Entwicklungsprozesses wird Vention ein öffentliches GRIIP-Software Development Kit (SDK) veröffentlichen, das es Ingenieurteams ermöglicht, die Pipeline entsprechend ihren individuellen Anforderungen weiterzuentwickeln.
Über Vention
Vention ist Anbieter und Entwickler der weltweit einzigen KI-gestützten Full-Stack-Plattform, die Hardware, Software und physische KI zu einem nahtlosen Erlebnis vereint. Mit über 28.000 weltweit eingesetzten Maschinen und einer Community von mehr als 6.000 Fabriken ermöglicht Vention Unternehmen, schlüsselfertige oder maßgeschneiderte Automatisierungslösungen innerhalb weniger Tage zu entwerfen, zu programmieren, zu implementieren und zu betreiben. Vention vereint intelligente Software und modulare Hardware, um Automatisierungslösungen zu liefern, die auf Anhieb funktionieren.
Weitere Informationen unter Vention.com/de.
Pressekontakt
Christine Boivin
Tel.: +1 514 293 3423
E-Mail:Christine.boivin@vention.cc
Dr. Torben Pfau
Tel.: +49 163 61 40 945
E-Mail: pfau@story-fabrik.com
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Sandro Brotz kehrt dem Schweizer Radio und Fernsehen den Rücken und wechselt Anfang 2027 zur Boulevardzeitung «Blick». Der 56-jährige Journalist, derzeit Moderator und stellvertretender Leiter der Polit-Talksendung «Arena», wird SRF Ende Januar 2027 verlassen. Bis voraussichtlich Mitte Januar führt er weiterhin durch die «Arena». Beim zum Ringier-Konzern gehörenden «Blick» soll Brotz einen neuen Video-Podcast aufbauen und moderieren, der mehrmals pro Woche Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgreift.
Der Schritt markiert das Ende einer knapp 15-jährigen SRF-Ära für Brotz. Seit seinem Wechsel nach Leutschenbach im Juni 2012 prägte er zunächst als Moderator der investigativen Sendung «Rundschau» das Programm, später zusätzlich als Gastgeber des «Rundschau Talk». 2019 übernahm er schliesslich die «Arena» von Jonas Projer. Als Grund für den Wechsel nennt Brotz die Möglichkeit, bei «Blick» ein neues Format mitzuentwickeln und damit über die Rolle des klassischen Moderators hinauszugehen. Ganz neu ist das Ringier-Umfeld für ihn nicht: Vor seiner SRF-Zeit war er bereits unter anderem stellvertretender Chefredaktor des «SonntagsBlick».
Der Abgang von Brotz wirft bei SRF unmittelbar die Nachfolgefrage auf. Als Topfavorit galt zuletzt sein Kollege Mario Grossniklaus, der seit 2024 einmal im Monat die «Arena» moderiert und damit Brotz entlastet. Der 49-Jährige hat dieser Spekulation nun jedoch eine klare Absage erteilt. Auf Linkedin schrieb Grossniklaus, er werde sich nicht auf die Nachfolge seines «geschätzten Kollegen» bewerben. Stattdessen wolle er sich auf seine Aufgaben in der Wahlleitung von SRG und SRF konzentrieren – eine Funktion, die er als «grösste und spannendste Aufgabe» seiner bisherigen Karriere bezeichnet.
Mit der Absage von Grossniklaus bleibt offen, wer Brotz ab etwa Mitte Januar beerben wird. SRF verweist darauf, man wolle sich vorerst auf eine geordnete Übergabe der «Arena» konzentrieren. Der Wechsel von Brotz reiht sich ein in eine Serie prominenter Abgänge von SRF in Richtung Dufourstrasse: Bereits zuvor hatten unter anderem Reto Scherrer, Steffi Buchli, Christine Maier, Hannes Britschgi und der frühere «Arena»-Moderator Jonas Projer den Schritt zum Ringier-Konzern gewagt. Die Motive reichen von besseren Angeboten bis hin zum Wunsch, den eigenen Namen in neuen Rollen und Formaten zu positionieren – mit sehr unterschiedlichem Ausgang.