SAP und Cyberwave setzen vollständig autonome, KI-gestützte Roboter in einem realen SAP-Logistiklager ein

12.05.2026

WALLDORF, Deutschland, 11. Mai 2026 /PRNewswire/ -- SAP SE (NYSE: SAP), der weltweit führende Anbieter von Unternehmensanwendungssoftware, und Cyberwave, ein auf KI-Robotik-Software spezialisiertes Unternehmen, gaben heute den erfolgreichen Einsatz vollautonomer, KI-gestützter Roboter in einem aktiven SAP-Logistiklager bekannt. Aufbauend auf der im vergangenen Jahr angekündigten strategischen Erweiterung der Physical-AI-Fähigkeiten von SAP stellt diese Initiative einen wichtigen Meilenstein dar: SAP setzt nun fortschrittliche Robotik in den eigenen Einrichtungen ein.

Wie Cyberwave und SAP die Logistik mit Robotik und KI automatisieren

Der Einsatz im SAP-Lager in St. Leon-Rot, das mit SAP Logistics Management (LGM) – der cloud-nativen Lösung von SAP für die Logistikabwicklung – betrieben wird, zeigt, dass „Physical AI" längst kein reines Forschungskonzept mehr ist. Das System sorgt bereits heute für messbare Durchsatzsteigerungen, da Roboter Aufgaben wie das Falten von Kartons, das Verpacken und die Versandabwicklung vollständig autonom ausführen.

Über die Integration

Die schlanke, API-orientierte Architektur von SAP LGM, die auf der LogiMAT 2026 aufgrund ihrer schnellen Implementierung und standardisierten Prozesse große Beachtung fand, bietet die ideale Grundlage für die Roboterautomatisierung. Aufgaben werden über den SAP Embodied AI Service in präzise Roboterbefehle übersetzt, wodurch eine durchgängige Integration über die SAP Business Technology Platform (BTP) und die Cyberwave-Plattform innerhalb weniger Minuten ermöglicht wird.

Durch die direkte Integration von KI-gestützter Robotik in unseren laufenden Lagerbetrieb beweisen wir, dass Physical AI längst kein Konzept mehr ist – sie schafft bereits heute einen echten Mehrwert. In unserem Lager in St. Leon-Rot bildet SAP LGM das digitale Rückgrat, das es ermöglicht, Roboter schnell einzusetzen, zuverlässig zu betreiben und an unsere Prozesse anzupassen. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einem widerstandsfähigeren und effizienteren Logistikbetrieb." – Tim Kuebler, Head of Warehouse & Shipping, SAP

Warum Logistikrobotik eine Herausforderung ist – und wie Cyberwave diese löst

Logistikumgebungen gehören zu den anspruchsvollsten Einsatzbereichen für die Robotik. Roboter müssen vielfältige und unregelmäßig geformte Gegenstände handhaben, Kartons falten und befüllen, Pakete transportieren, Etiketten anbringen und Versandaufträge bearbeiten – Aufgaben, die sich hinsichtlich der Gegenstände, der Anordnungen und der Bedingungen ständig ändern. Herkömmliche Robotersysteme erfordern für jede Aufgabenvariante eine mühsame manuelle Programmierung und versagen oft, wenn sich die realen Bedingungen ändern.

Cyberwave hat die erste Plattform entwickelt, die speziell darauf ausgelegt ist, diese Herausforderung durchgängig zu lösen. Im Kern ermöglicht Cyberwave den Betreibern:

  • Erfassen Sie Trainingsdaten schnell mithilfe intuitiver Demonstrationsoberflächen und erfassen Sie dabei die Aufgabenvielfalt, die in realen Lagerumgebungen vorliegt
  • Optimieren Sie die Modelle für Vision-Language-Action (VLA) und bestärkendes Lernen (RL) anhand dieser Daten, um Roboter-Verhaltensstrategien zu entwickeln, die sich auf verschiedene Objekttypen, Ausrichtungen und Ablaufvarianten übertragen lassen – und nicht nur vorprogrammierte Bewegungen auswendig lernen
  • Stellen Sie diese Modelle auf physischen Robotern bereit und führen Sie sie aus, wobei Echtzeit-Rückkopplungsschleifen eine kontinuierliche Optimierung ermöglichen, sobald sich die Bedingungen ändern

Das Ergebnis: Roboter, die tatsächlich Aufgaben mit hoher Variabilität in dynamischen Umgebungen ausführen können. Während herkömmliche Systeme für jede Aufgabe wochenlange Entwicklungsarbeit erfordern, verkürzt der Ansatz von Cyberwave die Einarbeitungszeit von Wochen auf Stunden. Auch Bediener ohne Fachkenntnisse können Robotern durch einfache Vorführungen neue Aufgaben beibringen, und das System passt sich automatisch an Abweichungen bei Objekten, Umgebungen und Arbeitsabläufen an.

„Die Zusammenarbeit mit SAP bei der Implementierung eines Live-Lagerprojekts ist ein Meilenstein – nicht nur für Cyberwave, sondern auch für das, was KI-gestützte Robotik heute in der Unternehmenslogistik tatsächlich leisten kann. Möglich wird dies durch die Kombination aus dem robusten digitalen Backbone von SAP LGM und der Fähigkeit von Cyberwave, reale Trainingsdaten zu sammeln und VLA- sowie RL-Modelle so zu optimieren, dass sie die Variabilität in jedem realen Lager abdecken. Roboter müssen nicht mehr mühsam für jedes Objekt oder jedes Szenario programmiert werden – sie lernen, passen sich an und verbessern sich kontinuierlich. Das ist der Wandel, auf den wir hingearbeitet haben." - Simone Di Somma, Mitbegründerin und CEO, Cyberwave

Ergebnisse

Im SAP-Lager in St. Leon-Rot übernehmen Roboter, die auf der Cyberwave-Plattform geschult und eingesetzt werden, nun völlig autonom das Falten von Kartons, das Verpacken sowie die interne Versandabwicklung – wodurch die Mitarbeiter von sich wiederholenden, körperlich anstrengenden Aufgaben entlastet werden und der Durchsatz im Lager gesteigert wird. Die gesamte Integration, vom Robotertest bis zum Live-Betrieb, wurde mithilfe von SAP BTP und der Cyberwave-Plattform durchgeführt.

SAP baut seine Kompetenzen im Bereich „Embodied AI" weiter aus, schafft damit Mehrwert für seine Kunden und optimiert gleichzeitig seine eigenen Abläufe als Referenzimplementierung.

Informationen zu SAP Die Strategie von SAP zielt darauf ab, jedes Unternehmen dabei zu unterstützen, als intelligentes und nachhaltiges Unternehmen zu agieren. Als Marktführer im Bereich Unternehmenssoftware hilft SAP Unternehmen jeder Größe und aus allen Branchen dabei, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Weitere Informationen finden Sie unter www.sap.com.

Informationen zu Cyberwave Cyberwave ist ein Softwareunternehmen für KI-Robotik, das eine Plattform entwickelt, mit der sich Roboter, die in realen Umgebungen Aufgaben mit hoher Variabilität ausführen können, schnell und einfach trainieren, optimieren und einsetzen lassen. Durch die Kombination intuitiver Datenerfassungstools mit modernsten VLA- und RL-Modelltrainings ermöglicht Cyberwave jedem Unternehmen den Einsatz leistungsfähiger, anpassungsfähiger Roboter – ohne dass tiefgreifende Fachkenntnisse im Bereich Robotik erforderlich sind. Weitere Informationen finden Sie unter www.cyberwave.com .

Medienkontakt: Vittorio Banfi, vbanfi@cyberewave.com

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Quellen:

  1. https://www.igz.com/en/newsroom/news/news-2026/logimat-2026-review/
  2. https://news.sap.com/2025/11/sap-physical-ai-partnerships-new-robotics-pilots/
Cyberwave-Logo

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/sap-und-cyberwave-setzen-vollstandig-autonome-ki-gestutzte-roboter-in-einem-realen-sap-logistiklager-ein-302768875.html

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.