Samarkand wird Gastgeber der größten Schacholympiade der Geschichte

09.09.2026

LONDON, 9. September 2026 /PRNewswire/ -- Am 15. September dieses Jahres beginnt die 46. Schacholympiade im internationalen Tourismuszentrum „Silk Road" in der in Samarkand. In der Geschichte dieses renommierten Wettbewerbs, der seit 1927 stattfindet, wird Zentralasien zum ersten Mal Gastgeber des größten Mannschaftsturniers der Schachwelt sein.

Insgesamt werden 398 Mannschaften antreten: 208 in der Herrenklasse (Open) und 190 in der Damenklasse. Damit wird der 2024 in Budapest aufgestellte Rekord von 380 Mannschaften gebrochen. Der Wettbewerb umfasst 11 Runden und läuft bis zum 27. September.

Vom 10. bis zum 18. September findet in Samarkand zudem die 3. Schach-Paralympiade statt. 41 Mannschaften werden daran teilnehmen – so viele wie noch nie zuvor.

Der Wettbewerb findet im historischen Samarkand statt, einer Stadt, die auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht und einer der wichtigsten Knotenpunkte der Großen Seidenstraße ist. Er verbindet Sport mit einer Plattform für Kulturdiplomatie und internationalen Dialog.

Gemäß der Durchschnittswertung der Mannschaften sind die Vereinigten Staaten in der Herrenklasse (Open) an erster Stelle gesetzt. Titelverteidiger Indien ist an zweiter Stelle gesetzt, Usbekistan an dritter.

Die Aufstellungen Usbekistans spiegeln den Aufstieg einer neuen Generation im usbekischen Schach wider. Insbesondere Nilufarkhon Imomkuziyeva und Khumoyun Begmurodov, beide 16 Jahre alt, werden ihr Olympia-Debüt geben.

In der usbekischen Herrenmannschaft gehören Javokhir Sindarov (4.), Nodirbek Abdusattorov (7.), Nodirbek Yakubboev (39.) und Shamsiddin Vokhidov (61.) gehören zu den 100 stärksten Spielern der Welt. Dass Sindarov und Abdusattorov zu den zehn stärksten Spielern der Welt gehören, belegt eindeutig die Wettbewerbsfähigkeit der usbekischen Schachschule.

Im Vergleich zu 2025 ist die usbekische Herrenmannschaft in der FIDE-Rangliste unter 204 Ländern um 15 Plätze auf den sechsten Platz vorgerückt. Die Frauenmannschaft ist um 17 Plätze auf Rang 21 vorgerückt.

Parallel zur Olympiade findet vom 19. bis 28. September in Samarkand der 97. FIDE-Kongress statt. Dazu gehört auch die Wahl des FIDE-Präsidenten.

Die Olympiade wird für den Usbeken Javokhir Sindarov eine weitere wichtige Bühne sein. Acht Wochen nach Ende der Olympiade wird er gegen den amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju um die Schachweltmeisterschaft antreten. Beide werden zu Beginn des Turniers, das vom 22. November bis zum 13. Dezember in Genf stattfindet, 20 Jahre alt sein.

Die gleichzeitige Ausrichtung der 46. Schacholympiade, der 3. Schach-Paralympiade und des FIDE-Kongresses belegt die Fähigkeit Usbekistans, große internationale Sport- und Intellektuellenveranstaltungen auf hohem Niveau zu organisieren.

Alle Einzelheiten finden Sie auf der offiziellen Turnier-Website: chessolympiad2026.fide.com

Credit: Michal Walusza / FIDE

Credit: Maria Emelianova / FIDE

The FIDE Chess Olympiad Logo

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Extreme Preisspanne bei Diesel: Von 2,288 Euro in Südtirol bis knapp unter 2 Euro in Luxemburg

08.10.2026

Während die Dieselpreise in Teilen Italiens neue Höchststände erreichen, zeichnet sich in Luxemburg eine spürbare Entspannung ab – und in Deutschland profitieren Autofahrer nur eingeschränkt von Steuererleichterungen. In Südtirol kletterte der Dieselhöchstpreis in Bozen Medienberichten zufolge auf 2,288 Euro pro Liter und lag damit am Mittwoch über dem Durchschnitt auf den italienischen Autobahnen. Dort wurden im Schnitt 2,287 Euro pro Liter Diesel fällig. Im gesamtstaatlichen Vergleich ist Südtirol damit weiterhin Spitzenreiter bei den Preisen.

Auch in anderen italienischen Regionen zogen die Dieselpreise deutlich an. In Trient stieg der Selbstbedienungspreis auf 2,274 Euro pro Liter, ein Anstieg um 1,1 Cent binnen eines Tages. Die stärksten Preissprünge wurden jedoch nicht in den teuersten Regionen verzeichnet, sondern im Nordosten und im Westen des Landes: In Friaul verteuerte sich ein einmaliges Volltanken von 50 Litern Diesel um 1,25 Euro, in Ligurien um 1,20 Euro, im Latium um 1,15 Euro. Auf den Autobahnen wurden Tagesanstiege von bis zu zwei Cent je Liter registriert. Der Präsident der nationalen Verbraucherunion, Massimiliano Dona, wirft der Regierung in Rom vor, zu wenig gegen die Preisanstiege zu unternehmen, und warnt vor möglichen Folgen für die Inflation.

Parallel dazu zeigt sich in Luxemburg ein gegenteiliger Trend. Dort wird Diesel nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ab Mitternacht um 6,2 Cent je Liter günstiger und kostet dann 1,995 Euro. Damit fällt der Preis unter die Marke von zwei Euro. Die Benzinsorten Super 95 und Super 98 bleiben stabil bei 1,837 Euro beziehungsweise 2,049 Euro je Liter. Auch Heizöl wird in Luxemburg billiger: Bei Abnahme von mindestens 1.500 Litern sinkt der Literpreis am Mittwoch ebenfalls um 6,2 Cent auf 1,477 Euro. Der Großherzogtum bewegt sich damit preislich klar unter dem Niveau vieler Regionen in Italien.

In Deutschland wiederum kommt eine bereits beschlossene Steuerentlastung für Autofahrer nur begrenzt an. In Sachsen-Anhalt senkte die Bundesregierung vor rund einer Woche die Steuern auf Kraftstoffe um 17 Cent pro Liter. Laut dem Portal Benzinpreis-blitz kostete Super E10 am Mittwochnachmittag im Landesdurchschnitt 2,12 Euro pro Liter und damit lediglich rund sieben Cent weniger als am Nachmittag vor Inkrafttreten des Rabatts. Der Dieselpreis lag bei 2,19 Euro pro Liter, rund 15 Cent unter dem Vorkrisenniveau. Die Entlastung erreicht damit nicht vollständig die angekündigte Höhe, zudem spielt laut den Erhebungen die Uhrzeit eine wesentliche Rolle: Je nach Tageszeit fällt der Vorteil für Verbraucher unterschiedlich aus.

Im europäischen Vergleich entstehen damit deutliche Preisunterschiede für Dieselverbraucher. Während Italien mit Rekordständen in Teilen des Landes und spürbaren Tagesanstiegen im Fokus steht, nutzt Luxemburg den Spielraum für Preissenkungen. Deutschland versucht, über Steuersenkungen gegenzusteuern, bislang mit begrenzter Durchschlagskraft an der Zapfsäule. Für Verbraucher bleibt das Umfeld volatil – und die Frage, in welchem Umfang staatliche Eingriffe und Marktbewegungen künftig tatsächlich im Portemonnaie der Autofahrer ankommen.