AMSTERDAM, April 21, 2026 /PRNewswire/ -- OCI Global (Euronext: OCI), ("OCI") announced today that its wholly owned subsidiary OCI Chemicals B.V. has sold its remaining 2,612,962 common shares ("Shares") of Methanex Corporation ("Methanex"), representing approximately 3.4% of the issued and outstanding Shares (the "Disposition"). The sale price was US$52.85 per Share, resulting in net proceeds of approximately US$138.1 million, after customary fees and expenses. The Disposition was made on 20 April as a block trade.
As a result of the Disposition, OCI no longer owns or exercises control or direction over any Methanex Shares.
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Additional Information
OCI effected the Disposition for investment purposes. Depending on market conditions and other factors, including Methanex's business and financial condition, OCI may in future acquire securities of Methanex or sell some or all of the securities of Methanex that it may own at any such time.
Cautionary Statement on Forward-Looking Information
Certain information contained in this press release, including any information relating to OCI's investment in Methanex, constitutes "forward-looking statements". All statements, other than statements of historical fact, are forward-looking statements. The words "may" and "will" and similar expressions identify forward-looking statements. In particular, this press release contains forward-looking statements including, without limitation, with respect to the potential for OCI to acquire securities of Methanex in future or to dispose of some or all of such securities that OCI owns at any time. Forward-looking statements are necessarily based upon a number of assumptions, including material assumptions considered reasonable by OCI as at the date of this press release in light of management's experience and perception of current conditions and expected developments, and are inherently subject to significant business, economic, and competitive uncertainties and contingencies.
Many of these uncertainties and contingencies can affect our actual results and could cause actual results to differ materially from those expressed or implied in any forward-looking statements made by, or on behalf of, us. Readers are cautioned not to put undue reliance on forward-looking statements which are not guarantees of future events, and speak only as of the date made. All of the forward-looking statements made in this press release are qualified by these cautionary statements. OCI disclaims any intention or obligation to update or revise any forward-looking statements whether as a result of new information, future events or otherwise, except as required by applicable law.
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Die Debatte über steigende Mieten und Wohnungsnot entwickelt sich in der Schweiz zu einem der dominierenden innenpolitischen Konfliktfelder. In der SRF-«Arena» unter dem Titel «Miet-Irrsinn» prallten Vertreterinnen und Vertreter von SP, SVP, Mitte und Grünen aufeinander – und stritten nicht nur über Zahlen und Instrumente, sondern auch über die grundsätzliche Frage, was den Druck auf dem Mietmarkt überhaupt treibt. Im Zentrum standen die Rolle der Zuwanderung, die Bautätigkeit, die Renditebegrenzung im Mietrecht sowie der Umgang mit mutmasslich überhöhten Mieten.
Die Ausgangslage ist angespannt. In der Schweiz wohnen rund 60 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Gemäss einem Mietbarometer, das im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes erstellt wurde, geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. Damit steigen die Wohnkosten schneller als die Reallöhne; ein immer grösserer Anteil des Budgets fliesst in die Miete. Gleichzeitig sinkt der Anteil leerstehender Wohnungen: Per 1. Juni 2025 waren landesweit weniger als 50'000 Wohnungen unvermietet – statistisch steht nur noch etwa eine von 100 Wohnungen leer. Fällt die Leerwohnungsziffer unter ein Prozent, gilt dies offiziell als Wohnungsnot; diese Schwelle ist derzeit bereits in zahlreichen Kantonen unterschritten.
SVP-Nationalrat Manfred Bühler führt den Engpass vor allem auf die Zuwanderung zurück. Die Migrationspolitik sei der «Haupttreiber für die Nachfrage», argumentierte er in der Sendung. Würde die Nettozuwanderung auf 20'000 Personen pro Jahr reduziert, liesse der Druck auf dem Mietmarkt rasch nach, so seine These. Mitte-Politikerin Tina Deplazes dagegen verweist auf ein ganzes Bündel struktureller Faktoren: Individualisierung, mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte, ein generell gestiegener Wohnraumbedarf sowie die Alterung der Gesellschaft. Zuwanderung erhöhe zwar ebenfalls die Nachfrage und damit die Preise, es handle sich dabei aber um Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden.
SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und Grünen-Nationalrat Michael Töngi legten den Fokus stärker auf die Angebots- und Regulierungsseite. Deplazes macht ein zu tiefes Bautempo für die Knappheit verantwortlich, während Töngi die mangelnde Durchsetzung des Mietrechts kritisiert und eine periodische Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben fordert. Badran wiederum sieht «illegale» Mietüberhöhungen als zentrales Problem und verweist auf den im Schweizer Mietrecht verankerten Rendite-Deckel. Nur in einer «unkontrollierten Immobilienwirtschaft» könnten Vermieter Preise nach oben durchsetzen, etwa wenn Gutverdienende aus dem Ausland ohne Weiteres 7'000 Franken für eine Vierzimmerwohnung bezahlten. Würden die Renditebegrenzungen konsequent durchgesetzt, hätte die Zuwanderung auf die Miethöhen keinen Effekt, hält sie dagegen. Die konträren Lesarten – Nachfragebremsen durch Migrationspolitik auf der einen, striktere Regulierung und mehr Bauaktivität auf der anderen Seite – zeigen, wie weit der politische Konsens bei der Suche nach Antworten auf den «Miet-Irrsinn» derzeit entfernt ist.