Nuvoton stellt den KA85010UA vor, einen EIS-fähigen Batterieüberwachungs-IC der 6. Generation mit 26 Zellen

30.09.2026

KYOTO, Japan, 30. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Nuvoton Technology Corporation Japan (im Folgenden „NTCJ") gab am 29. September bekannt, dass sie ab Januar 2027 Muster des KA85010UA, eines mit EIS-Funktionalität ausgestatteten 26-Zellen-Batterieüberwachungs-ICs, zur Verfügung stellen wird.

Das firmeneigene Induktivitätsverfahren reduziert den Temperaturanstieg der Leiterplatte während EIS-Messungen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um etwa 93 % und ermöglicht so die Diagnose von Batterieverschleiß, die Vorhersage der Lebensdauer sowie die frühzeitige Erkennung von Anzeichen für Zellabweichungen. NTCJ unterstützt zudem die Integration in Anwendungen durch die Bereitstellung von EIS-Analysealgorithmen.

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Neben den Funktionen zur Batterieüberwachung integriert dieses Produkt eine EIS-basierte Impedanzmessung in einem einzigen Chip. EIS ist ein Verfahren, bei dem ein Wechselstrom an eine Batterie angelegt wird und die Impedanz anhand der daraus resultierenden Spannungs- und Stromverläufe berechnet wird. Dadurch wird es möglich, EIS-Messungen innerhalb des Systems durchzuführen, ohne dass die bisher erforderlichen speziellen Messgeräte benötigt werden, was eine kontinuierliche Überwachung und Diagnose des internen Batteriezustands ermöglicht.

Durch die quantitative Bewertung des internen Batteriezustands, der sich allein anhand herkömmlicher Spannungs-, Strom- und Temperaturmessungen nur schwer bestimmen lässt, kann das EIS den SOH und die Innentemperatur abschätzen, die Lebensdauer der Batterie vorhersagen und Anzeichen von Zellabweichungen frühzeitig erkennen, was zu einer verbesserten Batteriesicherheit in Fahrzeugen und Energiespeichersystemen beiträgt.

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Dieses Produkt nutzt anstelle des herkömmlichen Widerstandsverfahrens das firmeneigene Induktivitätsverfahren, wodurch der Energieverlust deutlich reduziert wird. Unternehmensbewertungen bestätigten, dass sowohl der Leistungsverlust als auch der Temperaturanstieg der Leiterplatte im Vergleich zur herkömmlichen Widerstandsmethode um etwa 93 % reduziert werden konnten (Abbildungen 2 und 3).

Diese Eigenschaften – geringer Stromverbrauch und geringe Wärmeentwicklung – erleichtern die Implementierung der EIS-Funktionalität in Fahrzeugbatterien und Energiespeichersystemen. Zudem ermöglichen sie eine stabile Erfassung von EIS-Messdaten während des Betriebs, des Ladevorgangs und im Ruhezustand, was zu einer fortschrittlichen Zustandsüberwachung und Diagnose der Batterie beiträgt.

Abbildung 2: https://cdn.kyodonewsprwire.jp/prwfile/release/M108245/202609176157/_prw_PI4fl_Dx245Ttn.png 

Abbildung 3: https://cdn.kyodonewsprwire.jp/prwfile/release/M108245/202609176157/_prw_PI5fl_Eq73rE80.png 

Auf der Grundlage der bei der Verifizierung mit Automobilherstellern und Forschungseinrichtungen gewonnenen Fachkenntnisse im Bereich der EIS-Datenanalyse bietet NTCJ umfassende Unterstützung – von der Einrichtung der EIS-Messumgebung über die Implementierung von Schätz- und Anomalieerkennungsfunktionen bis hin zu deren Integration in Anwendungen (Abbildung 4).

Diese Unterstützung ermöglicht es selbst Kunden, die erst mit der Nutzung von EIS-Funktionen beginnen, Batteriediagnosesysteme einfacher zu entwickeln und Entwicklungszyklen zu verkürzen.

Abbildung 4: https://cdn.kyodonewsprwire.jp/prwfile/release/M108245/202609176157/_prw_PI6fl_m1fCt0nW.png 

Weitere Informationen über das Produkt finden Sie hier: https://nuvoton.co.jp/semi-spt/apl/rd/?id=1100-0446 

Offizielle Website: https://www.nuvoton.co.jp/en/ 

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Restrukturierung, Stellenabbau, Übernahme: Rieter vollzieht Personalwende im Top-Management

08.10.2026

Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.

Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.

Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.

Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.