LONDON, 2. Juni 2026 /PRNewswire/ -- MiQ, das weltweit führende Unternehmen für die Zertifizierung von Methanemissionen, gab heute bekannt, dass es das gesamte Produktionsportfolio von Shell Offshore Inc. (Shell) im Golf von Amerika (GoA) zertifiziert hat und Shell damit der erste Betreiber ist, der die MiQ-Zertifizierung in diesem Becken erhält. Alle 10 Produktionsanlagen von Shell erhielten von MiQ die beste Note für Methanemissionen - Klasse A.

Um diese Zertifizierung zu erhalten, haben die Produktionsanlagen von Shell in der GoA eine Prüfung durch einen Dritten gemäß dem MiQ-Standard für Methanemissionen erfolgreich abgeschlossen. Die Note A wurde durch den Nachweis einer niedrigen Methanintensität in Verbindung mit soliden Unternehmenspraktiken und Methanüberwachungsprogrammen zur Erkennung und Verringerung von Emissionen erreicht.
MiQ ist eine gemeinnützige Organisation, die gegründet wurde, um dem Öl- und Gassektor unabhängige, glaubwürdige Daten zu Methanemissionen zur Verfügung zu stellen. Ihre Aufgabe ist es, die Verringerung der Methanemissionen weltweit zu beschleunigen, ohne Aktionäre und ohne kommerzielles Interesse am Ergebnis einer Zertifizierung. Alle Betreiber, die mit MiQ arbeiten, müssen einen Auditor beauftragen, der jährlich eine detaillierte, feldbezogene und strenge Bewertung der Erdgasproduktion auf Anlagenebene anhand des MiQ-Standards durchführt.
Die Zertifizierung ist auch eine Premiere für die MiQ, denn sie deckt die Emissionen aus der Offshore-Rohölproduktion von Shell ab und zeigt, wie eine unabhängige Methanzertifizierung über Gas hinausgehen kann. Als erstes internationales Energieunternehmen, das die Offshore-Erdölförderung unabhängig von der MiQ zertifizieren lässt, sammelt Shell praktische Erfahrungen mit der Überwachung, Berichterstattung und Überprüfung.
Shell ist der führende Betreiber in der GoA-Region, wo die Treibhausgasintensität bei der Ölförderung weltweit mit am niedrigsten ist. Zwischen 2016 und 2025 hat Shell eine 40-prozentige Reduzierung der Methanemissionen in der GoA erreicht, während die Produktion um 40 % gesteigert wurde1. Weltweit ist Shell einer der Gründungsmitglieder der Oil and Gas Methane Partnership (OGMP) 2.0 und hat im letzten Berichtsjahr 2024 den Gold Standard für seine weltweiten Aktivitäten erreicht.
Die MiQ zertifiziert inzwischen mehr als 30 % der US-Erdgasproduktion und über 7 % der weltweiten Gasversorgung. Der Zertifizierungsrahmen wird in den USA, Kanada, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Japan und der EU eingesetzt, wo MiQ mit Regierungen, Regulierungsbehörden und Betreibern zusammenarbeitet, um die Methantransparenz auf den wichtigsten Erzeuger- und Importmärkten zu verbessern.
Georges Tijbosch, CEO von MiQ, sagte: "Die Zertifizierung von Shell im Golf von Amerika ist ein weiterer Meilenstein für die Transparenz von Methanemissionen und zeigt, wie sich Betreiber auf eine Zukunft vorbereiten können, in der glaubwürdige Emissionsdaten für die Einhaltung von Vorschriften und den Marktzugang unerlässlich sind. Das Zertifizierungssystem der MiQ ist eine markterprobte Lösung, die durch die Bereitstellung zuverlässiger Emissionsdaten eine rasche Verringerung der Methanemissionen aus der Öl- und Gasindustrie ermöglicht."
"Die Zertifizierung mit der Note A ist ein Beweis für unsere hervorragenden betrieblichen Leistungen und unsere disziplinierte Arbeitsweise auf See", sagte Mahamat Abdelsalam, Shells Vizepräsident für Sicherheit und Umwelt im Golf von Amerika. "Wir werden unsere Anlagen weiterhin so gestalten und betreiben, dass wir wettbewerbsfähig mehr und weniger kohlenstoffintensive Barrel produzieren können."
Über MiQ
MiQ ist ein gemeinnütziger, weltweit führender Anbieter von Zertifizierungen und Daten zu Methanemissionen. Unser Ziel ist es, die Reduzierung von Methanemissionen zu beschleunigen, indem wir ein glaubwürdiges und transparentes Zertifizierungssystem anbieten, das die Einhaltung von Vorschriften fördert, Anreize für kontinuierliche Verbesserungen schafft und die Verantwortlichkeit im Öl- und Gassektor über die gesamte Lieferkette hinweg sicherstellt.
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Der Auftritt von Donald Trump Jr. an einem privaten Wirtschaftstreffen in Zürich beschäftigt nun die Schweizer Politik – und die Steuerzahler. Für den Sicherheitsaufwand rund um den Besuch des Sohns des US-Präsidenten kommt nicht die Veranstalterin Davos Lodge auf, sondern der Bund. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt, sie habe auf Anweisung des Bundesamts für Polizei Fedpol gehandelt und den gesamten Polizeieinsatz dem Bund in Rechnung gestellt. Damit werden die Kosten über den Bundeshaushalt von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in der ganzen Schweiz getragen.
Trump Jr. war Anfang Juni im Zunfthaus zur Saffran vor einer exklusiven Runde von rund 70 bis 75 Gästen aus Wirtschaft und Politik aufgetreten, organisiert von der Netzwerkplattform Davos Lodge. Das Treffen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, im Anschluss war ein privates Dinner vorgesehen. Rund um den Anlass wurden in der Zürcher Innenstadt zeitweise Strassen gesperrt und Trams blockiert, ein grösseres Aufgebot von Bundes- und Stadtpolizisten stand neben dem US Secret Service im Einsatz. Zur genauen Höhe der Kosten schweigen sowohl Fedpol als auch Stadtpolizei mit Verweis auf Sicherheitsüberlegungen.
Brisant ist der Fall, weil es sich um ein rein privates Treffen ohne offiziellen Staatsbesuch oder öffentliches Amt des Gastes handelte. Grundsätzlich sieht die Verordnung über den Schutz von Personen und Gebäuden in Bundesverantwortung vor, dass Private die Kosten für Schutzmassnahmen selbst tragen müssen, wenn sie schutzbedürftige Personen einladen. Fedpol beruft sich hier jedoch auf Ausnahmeregelungen: Zum einen jene Bestimmung, wonach auch Personen ohne völkerrechtlichen Status geschützt werden können, «bei denen allerdings der Schutz notwendig ist, damit dem Ansehen der Schweiz nicht geschadet wird». Zum anderen verweist das Amt auf die Möglichkeit einer Abgeltung durch den Bund, wenn ein Anlass eine herausragende Bedeutung und weitreichende Auswirkungen auf die internationalen und wirtschaftlichen Interessen der Schweiz habe. Wie diese Kriterien im konkreten Fall erfüllt sein sollen, kommentiert Fedpol nicht; zu Lagebeurteilungen und Sicherheitsdispositiven äussere man sich «aus taktischen Gründen nicht».
Die Intransparenz sorgt in Zürich für ein politisches Nachspiel. Drei Gemeinderatsmitglieder der SP haben eine Anfrage eingereicht, die insbesondere Klarheit über die Kosten und die Entscheidungsgrundlagen des Bundes einfordern soll. Auch die Veranstalterin Davos Lodge beantwortete die Frage nach einer Beteiligung an den Sicherheitskosten nicht direkt und verwies lediglich darauf, man arbeite im Einklang mit den geltenden Schweizer Vorschriften und stimme sich mit den Behörden ab. Während Insider von sechsstelligen Beträgen für den Zugang zum Netzwerk-Event berichten, bleiben die öffentlichen Kosten des Polizeiaufgebots vorerst unter Verschluss.