KI erhöht Softwarekomplexität: Thoughtworks Technology Radar fordert Rückbesinnung auf Engineering-Grundlagen

15.04.2026

CHICAGO, 15. April 2026 /PRNewswire/ -- Thoughtworks, ein globales Technologieberatungsunternehmen, das Design, Engineering und KI integriert, um digitale Innovationen voranzutreiben, veröffentlichte heute die 34. Ausgabe seines halbjährlichen Technology Radar.

Thoughtworks

Der Bericht warnt vor wachsenden  "kognitiven Schulden", da die Menge an KI-generiertem Code die Kluft zwischen Menschen und Softwaresystemen vergrößert. Hinzu kommt eine "semantische Diffusion", durch uneinheitlich verwendete Fachbegriffe. Paradoxerweise machen gerade KI-Agenten, die Code rasant erstellen, etablierte Verfahren, die für Disziplin sorgen, wichtiger denn je.

„Die Möglichkeiten der KI haben sich im letzten Jahr in einem atemberaubenden Tempo entwickelt", sagt Rachel Laycock, Chief Technology Officer bei Thoughtworks. „Es zeigt sich jedoch, dass der Mensch nicht verdrängt wird. Vielmehr müssen wir proaktiv geeignete Praktiken und Tools einsetzen, um diese Fähigkeiten effektiv und sicher zu nutzen. Der aktuelle Wendepunkt ist weniger technologischer als vielmehr methodischer Natur."

Die Kernthemen der 34. Ausgabe des Technology Radar:

  • Prinzipien beibehalten, Muster überdenken: Das KI-Tempo erzwingt eine Rückkehr zu Techniken wie Zero-Trust-Architektur, DORA-Metriken und Testbarkeit, um kognitive Schulden zu bewältigen.
  • Absicherung von befugten Agenten: Effektive Agenten benötigen größtmöglichen Zugriff auf private Daten und externe Systeme. Sandboxing und Defense-in-Depth-Strategien sind daher mittlerweile unverzichtbar.
  • Coding-Agenten kontrollieren: Teams entwickeln bzw. iterieren Steuerungsmechanismen für KI-Agenten, etwa durchFeedforward-Kontrollen und Mutationstests, die Selbstkorrekturen auslösen.
  • Technologiebewertung in einer agentenorientierten Welt: Der Markt ist überflutet von Kleinstprojekten  und neuen Begriffen für aufstrebende Praktiken. Die Bewertung von Technologien und Sicherung  ihrer Nachhaltigkeit wird immer schwieriger.

Besuchen Sie www.thoughtworks.com/radar für die interaktive Version des Radars oder laden Sie die PDF-Version herunter. Lesen Sie mehr über die Makrotrends in der Technologiebranche, die in dieser Ausgabe im Mittelpunkt stehen.

Über Thoughtworks

Thoughtworks ist ein globales Technologieberatungsunternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern in 47 Büros in 18 Ländern. Seit über 30 Jahren erzielen wir außergewöhnliche Ergebnisse, indem wir unseren Kunden bei der Lösung komplexer Unternehmensprobleme helfen und dabei Technologie und Kultur als Unterscheidungsmerkmal einsetzen.

Medienkontakte

Justine Manche

VP, Brand and Communications

E-Mail: justine.manche@thoughtworks.com

Michelle Surendran

Head of Public Relations for APAC and India

E-Mail: michels@thoughtworks.com

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Digitalisierungsinitiative: Bildungsministerium ergänzt Schülerlaptops um Sicherheitskonfiguration

14.04.2026

Schülerinnen und Schüler in Österreich, die im Rahmen der staatlichen Digitalisierungsinitiative vergünstigte Laptops oder Tablets erhalten haben, sollen künftig besser vor nicht altersgerechten Online-Inhalten geschützt werden – und zwar nicht nur im Schulnetz. Eine vom Bildungsministerium bereitgestellte neue Sicherheitskonfiguration sorgt dafür, dass Apps und Websites mit radikalen, verstörenden, sexistischen oder pornografischen Inhalten auch dann gesperrt bleiben, wenn die Geräte über öffentliche oder private WLANs etwa im Zug oder im Schnellrestaurant mit dem Internet verbunden sind. Eltern können die Voreinstellungen erweitern und zusätzliche Sperren einrichten.

Seit Ende März steht den Schulen ein zentrales Konfigurationsservice des Ressorts zur Verfügung, mit dem die Jugendschutzeinstellungen automatisiert auf die Endgeräte aufgespielt werden können. Zielvorgabe des Bildungsministeriums ist eine "schnellstmögliche Umsetzung im April". Betroffen sind alle mehr als 600.000 Laptops und Tablets, die seit 2020 im Zuge der Digitalisierungsinitiative an Schülerinnen und Schüler ausgegeben wurden. Die Eltern sollen von den einzelnen Schulen über den Ablauf und den Zeitpunkt der Umstellung informiert werden.

Mit Stichtag 1. April hatten sich nach Angaben des Ministeriums bereits 14 Prozent der Mittel- und Sonderschulen sowie der AHS-Unterstufen an den zentralen Konfigurationsdienst angebunden. Zusätzlich gibt es eine nicht bezifferte Zahl von Schulen, die die Einstellungen eigenständig nach Anleitung umgesetzt haben. Bei der technischen Umsetzung meldet das Ressort bislang einen reibungslosen Verlauf, auch die Lehrergewerkschaft berichtet nach eigenen Angaben derzeit von keinen Beschwerden im Zusammenhang mit der neuen Konfiguration.

Kern des neuen Konzepts ist ein einheitlicher "Basisschutz", der bei Bedarf durch die Erziehungsberechtigten angepasst werden kann. Über das Bildungsportal oder gemäß den Vorgaben der jeweiligen Schule lassen sich einzelne Schutzfunktionen wie Webfilter oder die Installation von Apps individuell aktivieren und deaktivieren. Wer strengere Regeln wünscht, kann mithilfe lokaler Administratorenrechte zusätzliche Schutzsoftware aufspielen, etwa um auch die Bildschirmzeit der Kinder zu begrenzen. Für Eltern, denen der vom Ministerium vorgeschlagene Webfilter beispielsweise aus Datenschutzgründen zu weit geht, ist eine Opt-out-Lösung vorgesehen, mit der sich von Teilen der Voreinstellungen Abstand nehmen lässt.