IDnow ergänzt seine Identitätsprüfungs- und Vertrauensdienste um die Ausstellung von QEAAs. Unternehmen können so verifizierte Attribute rechtssicher nutzen, die nationale eID-Systeme und die EUDI Wallet bislang nicht durchgängig bereitstellen.
MÜNCHEN, 21. August 2026 /PRNewswire/ -- IDnow Trust Services AB, der qualifizierte Vertrauensdienstanbieter (QTSP) von IDnow, hat die Zertifizierung zur Ausstellung von qualifizierten elektronischen Attributen (QEAAs) erhalten. Damit erweitert der europäische Anbieter für digitale Identität und Betrugsprävention sein Portfolio um eine eIDAS 2.0- und AMLR-konforme Möglichkeit, spezifische Kundenangaben wie Anschrift, Steueridentifikationsnummer oder berufliche Qualifikationen zu verifizieren.
QEAAs sind EU-weit anerkannte und digitale Nachweise für ein bestimmte persönliches oder organisatorisches Merkmal. Im Gegensatz zu klassischen Dokumenten in Papierform können sie unmittelbar überprüft, maschinell auslesen und wiederverwendet werden. IDnow kann die Zertifikate sowohl direkt in bestehende Onboarding-Prozesse integrieren als auch für die Nutzung in der EUDI Wallet ausstellen.
Neue Nachweispflichten erhöhen den Bedarf an verifizierten Attributen
Die Zertifizierung erfolgt vor dem Hintergrund neuer regulatorischer Anforderungen. Mit der EU-Geldwäscheverordnung (AMLR) müssen verpflichtete Unternehmen bis zum 10. Juli 2027 eine Vielzahl von Kundeninformationen und Nachweisen erfassen und überprüfen. Einige nationale eID-Systeme und EUDI Wallets stellen nicht zwangsläufig alle dafür erforderlichen Merkmale als Teil der standardmäßigen PID (Person Identification Data) bereit. Unternehmen benötigen daher zusätzliche Möglichkeiten, einzelne Kundenattribute zuverlässig zu verifizieren und digital nachzuweisen.
IDnows QEAA-Service bündelt dafür die Identitätsprüfung, Attributverifizierung und die Ausstellung von QEAAs in einem durchgängigen, nachverfolgbaren Prozess. Dabei gleicht IDnow das jeweilige Attribut mit einer authentischen oder offiziell anerkannten Quelle ab und stellt anschließend über IDnow Trust Services ein entsprechendes QEAA aus.
„Die AMLR verlangt nicht nur, dass Unternehmen wissen, wer ihre Kunden sind. Sie müssen auch konkrete Angaben zu diesen Kunden verlässlich nachweisen können. Dafür ist die heutige Identitätsinfrastruktur in Europa allerdings nicht flächendeckend ausgelegt", sagt Johannes Leser, Managing Director bei IDnow Trust Services. „Mit unserer QEAA-Zertifizierung werden wir Unternehmen eine rechtlich anerkannte und revisionssichere Lösung bieten, mit der sie die regulatorischen Anforderungen erfüllen können, ohne darauf angewiesen zu sein, dass die EUDI Wallet rechtzeitig zu den bereits feststehenden regulatorischen Fristen verfügbar ist."
Zertifizierung ohne Nichtkonformitäten abgeschlossen
Für die Zertifizierung hat IDnow ein umfassendes Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen. Dabei wurden sowohl die zugrunde liegenden Prozesse von IDnow als qualifizierten Vertrauensdienstleister (QTSP) als auch für den QEAA-Dienst selbst geprüft. Die Prüfung umfasste unter anderem die Verifizierung von Attributen, die technische Ausstellung, das Lifecycle-Management sowie die IT-Sicherheit gemäß den Standards ETSI EN 319 401 und ETSI TS 119 471. Das Verfahren wurde ohne jegliche Nichtkonformitäten abgeschlossen.
Der Konformitätsbewertungsbericht wurde anschließend bei der schwedischen Post und Telekommunikationsbehörde (PTS) eingereicht. Als zuständige Aufsichtsbehörde entscheidet die PTS über die Erteilung des qualifizierten Status und die entsprechende Aufnahme in die EU-Vertrauensliste.
Über IDnow
IDnow ist ein führender Plattformanbieter für digitale Identitäten und Betrugsprävention in Europa, mit der Vision Vertrauen als eine zentrale Ressource der digitalen Welt zu platzieren. Die IDnow-Plattform bietet ein breites Portfolio an Lösungen zur Identitätsverifizierung und Betrugsprävention, und schafft, erhält und stärkt das Vertrauensverhältnis während der gesamten Customer Journey. Unternehmen nutzen die Lösungen für digitale Identitäten, um zuverlässig zu agieren und fördern so Wachstum, Skalierbarkeit und Sicherheit.
Die IDnow Trust Platform bietet einen einheitlichen Zugang zu Identitätsprüfung, Betrugsprävention, biometrischer Authentifizierung und qualifizierten digitalen Vertrauensdiensten. IDnow hat Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Rumänien, und Frankreich und wird von renommierten institutionellen Investoren wie Corsair Capital unterstützt.
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Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.
Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.
Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.
Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.
Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.