Die Investitionen in sauberen Wasserstoff erreichen 130 Milliarden US-Dollar, da Energiesicherheit und Widerstandsfähigkeit auf der globalen Agenda an Bedeutung gewinnen

10.09.2026

BRÜSSEL, 10. September 2026 /PRNewswire/ -- Sauberer Wasserstoff ist keine Zukunftsvision mehr – er wird bereits heute realisiert. Laut dem heute veröffentlichten „Global Hydrogen Compass 2026" des Hydrogen Council haben die zugesagten Investitionen die Marke von 130 Milliarden US-Dollar überschritten. Dies entspricht einer zugesagten Kapazität von 6,9 Mtpa in mehr als 570 Projekten weltweit, von denen sich 90 % im Bau befinden oder die bereits in Betrieb sind.

Der neue Bericht, der in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company erstellt wurde und auf den Einschätzungen von rund 70 Geschäftsführern aus aller Welt basiert, hebt die anhaltenden Fortschritte der Branche vor dem Hintergrund eines sich wandelnden strategischen Umfelds hervor. Im vergangenen Jahr hat sich die weltweite Betriebskapazität fast verdoppelt und es wird erwartet, dass sie sich im nächsten Jahr erneut verdoppeln wird, sobald die im Bau befindlichen Projekte in Betrieb gehen.

Gleichzeitig gewinnt Wasserstoff durch sich wandelnde geopolitische Prioritäten als strategischer Hebel für mehr Widerstandsfähigkeit an Bedeutung. Da Regierungen bestrebt sind, die Energiesicherheit zu stärken, widerstandsfähigere Volkswirtschaften aufzubauen sowie das langfristige industrielle Wachstum zu fördern, rückt Wasserstoff erneut in den Fokus, da er dazu beitragen kann, neben einer tiefgreifenden Dekarbonisierung auch zahlreiche strategische Prioritäten zu erfüllen und dabei die zunehmende Elektrifizierung sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu ergänzen.

Geografisch gesehen bleibt China der größte Markt und macht mehr als die Hälfte der weltweit zugesagten Kapazitäten für erneuerbaren Wasserstoff sowie 90 % der seit 2025 weltweit neu hinzugekommenen Betriebskapazitäten aus. Europa folgt nun als zweitgrößter Markt und liegt bei der Anzahl der Projekte sowie beim relativen Investitionswachstum (+35 % seit 2025) an der Spitze. Die Vereinigten Staaten sind weiterhin führend beim Einsatz von kohlenstoffarmem Wasserstoff und machen etwa 75 % der weltweit zugesagten Kapazitäten für kohlenstoffarmen Wasserstoff und Ammoniak aus.

Die Erfahrungen dieser führenden Märkte weisen zudem auf die nächste Herausforderung der Branche hin: Projekte kommen dort voran, wo die politischen Rahmenbedingungen und die Infrastruktur am besten ausgebaut sind. Von einem potenziellen Bedarf an sauberem Wasserstoff von 11 Mtpa im Jahr 2030, den bestehende politische Maßnahmen bis 2030 erschließen könnten, sind heute rund 6 Mtpa durch bereits verabschiedete und durchgesetzte politische Maßnahmen gesichert.  Um die verbleibenden 5 Mtpa nun zu erschließen, müssen die Regierungen dringend handeln, um ihre bestehenden politischen Verpflichtungen einzulösen.  

Für die politischen Entscheidungsträger besteht die oberste Priorität darin, förderliche Anreize und Vorschriften sowie robuste Instrumente zur CO₂-Bepreisung einzuführen, die Nachfragesignale setzen. Für die Industrie liegt der Schwerpunkt darauf, diese Nachfrage kosteneffizient zu bedienen, was entschlossene Anstrengungen zur Kostensenkung und zum Aufbau der erforderlichen Infrastruktur erfordert.

Durch die Kombination umfassender Branchendaten mit den Perspektiven von Geschäftsführern und den Erfahrungen aus einigen der weltweit bedeutendsten Projekte im Bereich des sauberen Wasserstoffs bietet der „Global Hydrogen Compass 2026" eine faktenbasierte Einschätzung der Fortschritte der Branche und der praktischen Maßnahmen, die zur Beschleunigung der Einführung erforderlich sind. Der Bericht wurde heute erstmals im Rahmen einer eigens dafür organisierten globalen Online-Veranstaltung vorgestellt, an der die Co-Vorsitzenden des Hydrogen Council sowie Geschäftsführer von Baker Hughes, CF Industries, Port of Rotterdam und Sinopec teilnahmen; die Ergebnisse wurden zudem beim heutigen Hydrogen Energy Ministerial in Japan präsentiert.

Jaehoon Chang, stellvertretender Vorsitzender der Hyundai Motor Group und Co-Vorsitzender des Hydrogen Council, sagte: „Die Debatte hat sich von der Frage, ob Wasserstoff die Erwartungen erfüllen kann, hin zur Frage verlagert, wie schnell die Länder den Ausbau vorantreiben wollen. Auch wenn das Tempo je nach Markt variiert, ist das Prinzip dasselbe: Ermitteln, wo Wasserstoff den größten Mehrwert schafft, ein entsprechendes Ökosystem aufbauen und nachweisen, dass es funktioniert. Der diesjährige „Compass" liefert eine klare Erkenntnis: Überall dort, wo Länder auf ihre jeweiligen Gegebenheiten zugeschnittene Wasserstofflösungen einsetzen und diese politisch fördern, etablieren sich wettbewerbsfähige Wasserstoff-Ökosysteme. Indem wir aus diesen Beispielen lernen, können wir diese Dynamik schneller und mit größerer Zuversicht nutzen."

François Jackow, Geschäftsführer von Air Liquide und Co-Vorsitzender des Hydrogen Council, sagte: „Wasserstoff ist nicht nur eine Lösung zur Dekarbonisierung, sondern auch der unverzichtbare Partner für Strom aus erneuerbaren Energien. Durch die sich daraus ergebenden Synergieeffekte stärkt Wasserstoff die Widerstandsfähigkeit des gesamten Energiesystems und verbessert dessen Effizienz und Erschwinglichkeit. Da Länder die Elektrifizierung vorantreiben, wird es von entscheidender Bedeutung sein, die systemische Rolle von Wasserstoff anzuerkennen, um sichere, wettbewerbsfähige und bezahlbare Energiesysteme für die Zukunft aufzubauen."

Ivana Jemelkova, Geschäftsführerin des Hydrogen Council, sagte: „Entscheidungsträger benötigen sowohl fundierte Marktdaten als auch praktische Erfahrungen von denjenigen, die Projekte vor Ort umsetzen. Global Hydrogen Compass 2026 ergänzt den „Global Hydrogen Review" der IEA, indem er die gemeinsamen Perspektiven führender Branchenvertreter zusammenführt. Zusammen vermitteln sie ein umfassenderes Bild davon, wo die Branche heute steht und welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um die Einführung voranzutreiben."

Global Hydrogen Compass Launch

Nehmen Sie am 10. September 2026 an der Vorstellung des „Global Hydrogen Compass 2026" durch den Hydrogen Council teil, bei der Sie direkt von Geschäftsführern aus der Branche hören werden.

Die Veranstaltung findet in Form von zwei virtuellen Live-Sitzungen statt. Hier anmelden: https://hc.brrmedia.co.uk/

Informationen zu Global Hydrogen Compass 

Global Hydrogen Compass ist die jährliche Veröffentlichung des Hydrogen Council, die Fortschritte und Prioritäten der globalen Wasserstoffindustrie beleuchtet. Der in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company erstellte Bericht vereint umfassende Branchendaten mit exklusiven Erkenntnissen der Mitglieder des Hydrogen Council, direkten Einschätzungen führender Geschäftsführer aus aller Welt sowie Erfahrungen aus wichtigen Wasserstoffprojekten weltweit.

Besuchen Sie compass.hydrogencouncil.com, um wichtige Erkenntnisse, dynamische Dashboards und globale Karten abzurufen.

Informationen zum Hydrogen Council

Der Hydrogen Council ist die weltweit größte sowie einzige von Geschäftsführern geführte globale Wasserstoffallianz und vereint rund 140 Unternehmen aus mehr als 20 Ländern entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 9 Billionen US-Dollar, 7,1 Millionen Vollzeitäquivalenten sowie einem Umsatz von rund 6,4 Billionen US-Dollar bietet der Hydrogen Council eine einzigartige, branchenübergreifende Plattform für globale Führungskräfte, um Strategien aufeinander abzustimmen, die Zusammenarbeit zu beschleunigen und die Entwicklung eines global integrierten Wasserstoffsektors mitzugestalten.

Weitere Informationen finden Sie auf www.hydrogencouncil.com und folgen Sie dem Hydrogen Council auf LinkedIn.

Medienanfragen

communications@hydrogencouncil.com

 

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Trump-Besuch in Davos: Ermittler prüfen angebliche Mordpläne, Verfahren wird gestoppt

08.10.2026

Eine anonyme E-Mail an die US-Botschaft in Bern hat kurz vor dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Ermittlungsverfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft ausgelöst – und zur Festnahme einer WEF-Mitarbeiterin geführt. Inzwischen ist klar: Die gegen die IT-Expertin erhobenen Vorwürfe eines geplanten Attentats waren nicht zu belegen. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, die in der Sache eröffneten Ermittlungen wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen zu einem Mord seien eingestellt worden.

Die Warnmail war laut Medienberichten der Tamedia-Gruppe wenige Stunden vor Trumps Rede eingegangen. Der anonyme Absender schilderte in fehlerhaftem Englisch eine angeblich „dringliche Bedrohung“ für das Leben des US-Präsidenten in Davos und bezeichnete die später festgenommene Frau iranischer Herkunft als Agentin, die eine entsprechende Operation koordiniert habe. Die US-Botschaft leitete den Hinweis an die Schweizer Behörden weiter; diese erklärten, sie hätten die Warnung „sehr ernst“ genommen und seien „sofort aktiv“ geworden.

Tatsächlich arbeitete die Beschuldigte nicht am Tagungsort in Davos, sondern in der WEF-Zentrale im Genfer Vorort Cologny. Dort wurde sie nach Angaben der Bundesanwaltschaft festgenommen, mehrere Stunden lang bis tief in die Nacht vernommen und ihre Telefone sowie ihr Computer wurden beschlagnahmt und ausgewertet. Im Zuge dieser Maßnahmen habe sich jedoch gezeigt, dass sich keiner der in der anonymen E-Mail erhobenen Punkte erhärten ließ. Für alle Aspekte der Anschuldigungen seien keine Beweise gefunden worden, hieß es zur Begründung für die Einstellung des Verfahrens.

Die betroffene Mitarbeiterin, eine gebürtige Iranerin, war nach den Medienberichten kurz nach dem Vorfall beim WEF nicht mehr beschäftigt. Zu den Gründen äußerte sich die Organisation nicht; auf entsprechende Anfragen gab es zunächst keine Stellungnahme. Damit bleiben nach dem spektakulären Fehlalarm vorerst Fragen offen – etwa zur Herkunft und Glaubwürdigkeit des anonymen Hinweises –, während die Schweizer Strafverfolger den Fall strafrechtlich abgeschlossen haben.