Die Hon Hai Technology Group (Foxconn) zeichnet bei der dritten jährlichen Verleihung ihrer Sustainability Awards 152 Mitarbeiter und Zulieferer aus

06.04.2026

TAIPEH, 7. April 2026 /PRNewswire/ -- Als deutliches Bekenntnis zu Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit hat die Hon Hai Technology Group („Foxconn") (TWSE:2317) im Rahmen der „2026 Hon Hai-Foxconn Sustainability Awards" 152 Teams und Projekte ausgezeichnet. Diese unternehmensinterne Auszeichnung dient dazu, die Bemühungen des weltweit größten Elektronikherstellers und führenden Anbieters von Technologielösungen im Hinblick auf Innovationen zum Wohle der Gesellschaft voranzutreiben.

Die Sustainability Awards, die sich mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen in Asien, Amerika und Europa befassen, gewinnen zunehmend an Bedeutung und Reichweite. Im dritten Jahr ihres Bestehens gingen 1.504 Beiträge von Foxconn-Teams ein – fünfmal so viele wie bei der ersten Ausgabe. Zu den ausgezeichneten Projekten zählten unter anderem Maßnahmen zur Stickstoffsicherheit in Vietnam, kohlenstofffreie Reinigung in China und exoskelettgestützte Ausrüstung in der Tschechischen Republik, die eine Vertiefung der ESG-Kompetenzen verdeutlichten.

„Über die Plattform der Sustainability Awards können Foxconn-Mitarbeiter weltweit die Ergebnisse ihrer ESG-Initiativen austauschen. Dies spornt zudem alle Abteilungen dazu an, innovative Ansätze in greifbare Ergebnisse umzusetzen, sodass Nachhaltigkeit nicht nur ein Ziel, sondern fester Bestandteil des täglichen Betriebs wird", erklärte der Vorsitzende von Foxconn, Young Liu. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr auf dem Campus in Shenzhen statt, einem vom Weltwirtschaftsforum als „Lighthouse"-Fabrik ausgewiesenen Standort.

Beinahe 500 Kollegen und Lieferkettenpartner aus den weltweiten Standorten des Konzerns nahmen daran teil, sowohl vor Ort als auch online. Bei der diesjährigen Veranstaltung wurden innovative Leistungen innerhalb der Lieferkette des Konzerns gewürdigt, beispielsweise bei STMicroelectronics, Murata Manufacturing Co und Winbond Electronics Corp. Gleichzeitig fand ein Gipfeltreffen in Form eines Rundtischgesprächs statt, bei dem die Teilnehmer ihre Ansichten zur nachhaltigen Entwicklung von Foxconn darlegten.

Die Preisträger präsentierten verschiedene Innovationen:

  • Tschechische Republik: Einführung von Exoskelett-gestützten Arbeitshilfen zur Verbesserung der Arbeitshaltung und zur Verringerung des Risikos von Arbeitsunfällen, die in diesem Jahr in der Tschechischen Republik große Beachtung fanden.
  • USA: Im Zuge der geschäftlichen Expansion in diesem Schlüsselmarkt haben die US-Niederlassungen ihre Managementprozesse über digitale Plattformen hinweg integriert, um die betriebliche Effizienz und die Transparenz der Unternehmensführung zu verbessern.
  • Indien: Es wurden Wassereinsparungsmaßnahmen, Regenwassernutzung und Abwasserwiederverwendung als Teil eines umfassenden Programms zur Verbesserung der Wassernutzungseffizienz gewürdigt.
  • Vietnam: Verbesserte Kostenkontrolle durch Optimierung der Stickstoffsicherheit.
  • China: Senkung der Stromkosten und der Kohlenstoffemissionen durch Verbesserungen im Bereich der kohlenstofffreien Reinigung.

Das Auswahlverfahren umfasste eine Prüfung der Unterlagen, Diskussionen in der Jury sowie eine externe Bewertung; es erstreckte sich über drei Runden und umfasste bis zu 100 Jurymitglieder. In diesem Jahr wurden die internen Jurymitglieder durch externe Experten, Wissenschaftler und Berufsverbände ergänzt. Nach einer mehr als zweimonatigen Evaluierungsphase wurden 332 Beiträge auf der Grundlage verschiedener ESG-Bereiche und -Kategorien in die engere Auswahl genommen.

Informationen zu Foxconn finden Sie hier.

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Steigende Mieten belasten Schweizer Haushalte – Parteien ringen um Rezepte

13.04.2026

Die Debatte über steigende Mieten und Wohnungsnot entwickelt sich in der Schweiz zu einem der dominierenden innenpolitischen Konfliktfelder. In der SRF-«Arena» unter dem Titel «Miet-Irrsinn» prallten Vertreterinnen und Vertreter von SP, SVP, Mitte und Grünen aufeinander – und stritten nicht nur über Zahlen und Instrumente, sondern auch über die grundsätzliche Frage, was den Druck auf dem Mietmarkt überhaupt treibt. Im Zentrum standen die Rolle der Zuwanderung, die Bautätigkeit, die Renditebegrenzung im Mietrecht sowie der Umgang mit mutmasslich überhöhten Mieten.

Die Ausgangslage ist angespannt. In der Schweiz wohnen rund 60 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Gemäss einem Mietbarometer, das im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes erstellt wurde, geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. Damit steigen die Wohnkosten schneller als die Reallöhne; ein immer grösserer Anteil des Budgets fliesst in die Miete. Gleichzeitig sinkt der Anteil leerstehender Wohnungen: Per 1. Juni 2025 waren landesweit weniger als 50'000 Wohnungen unvermietet – statistisch steht nur noch etwa eine von 100 Wohnungen leer. Fällt die Leerwohnungsziffer unter ein Prozent, gilt dies offiziell als Wohnungsnot; diese Schwelle ist derzeit bereits in zahlreichen Kantonen unterschritten.

SVP-Nationalrat Manfred Bühler führt den Engpass vor allem auf die Zuwanderung zurück. Die Migrationspolitik sei der «Haupttreiber für die Nachfrage», argumentierte er in der Sendung. Würde die Nettozuwanderung auf 20'000 Personen pro Jahr reduziert, liesse der Druck auf dem Mietmarkt rasch nach, so seine These. Mitte-Politikerin Tina Deplazes dagegen verweist auf ein ganzes Bündel struktureller Faktoren: Individualisierung, mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte, ein generell gestiegener Wohnraumbedarf sowie die Alterung der Gesellschaft. Zuwanderung erhöhe zwar ebenfalls die Nachfrage und damit die Preise, es handle sich dabei aber um Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden.

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und Grünen-Nationalrat Michael Töngi legten den Fokus stärker auf die Angebots- und Regulierungsseite. Deplazes macht ein zu tiefes Bautempo für die Knappheit verantwortlich, während Töngi die mangelnde Durchsetzung des Mietrechts kritisiert und eine periodische Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben fordert. Badran wiederum sieht «illegale» Mietüberhöhungen als zentrales Problem und verweist auf den im Schweizer Mietrecht verankerten Rendite-Deckel. Nur in einer «unkontrollierten Immobilienwirtschaft» könnten Vermieter Preise nach oben durchsetzen, etwa wenn Gutverdienende aus dem Ausland ohne Weiteres 7'000 Franken für eine Vierzimmerwohnung bezahlten. Würden die Renditebegrenzungen konsequent durchgesetzt, hätte die Zuwanderung auf die Miethöhen keinen Effekt, hält sie dagegen. Die konträren Lesarten – Nachfragebremsen durch Migrationspolitik auf der einen, striktere Regulierung und mehr Bauaktivität auf der anderen Seite – zeigen, wie weit der politische Konsens bei der Suche nach Antworten auf den «Miet-Irrsinn» derzeit entfernt ist.