Delska nimmt in Riga eines der modernsten und nachhaltigsten Rechenzentren des Baltikums in Betrieb

16.04.2026

RIGA, Lettland, 16. April 2026 /PRNewswire/ -- Heute hat Delska, einer der führenden Betreiber von Rechenzentren im Baltikum, das „EU North Riga LV DC1" offiziell in Betrieb genommen. Daberi handelt es sich um ein 10-MW-Rechenzentrum, das für künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance-Computing (HPC) ausgelegt ist. Das Projekt wurde mit dem „Latvian Construction Annual Award" ausgezeichnet (1. Platz in der Kategorie „Production Facility, Industrial Building").

Delska launches new 10 MW data center in Latvia. CEO Andris Gailitis together with Speaker of the Parliament Daiga Mierina and Prime Minister Evika Silina in official launch ceremony.

An der Veranstaltung nahmen mehr als 400 Gäste teil: Regierungsvertreterinnen und -vertreter, ausländische Gesandte, führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und Branchenfachleute. Im Rahmen der offiziellen Zeremonie hoben hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung unter anderem die Rolle des neuen Rechenzentrums bei der Stärkung einer sicheren, leistungsstarken und nachhaltigen IT-Infrastruktur in Lettland und der Region hervor.

„Vor zwei Jahren hatte ich die Ehre, dem Richtfest des neuen Rechenzentrums von Delska beizuwohnen, und heute läuten wir ein neues Kapitel im lettischen IT-Sektor ein. Ich bin zuversichtlich, dass EU North Riga LV DC1 zu einem bedeutenden Meilenstein in der digitalen Entwicklung Lettlands werden und unsere Fähigkeit unter Beweis stellen wird, globalen Trends nicht nur zu folgen, sondern sie auch aktiv zu gestalten", betonte Daiga Mierina, Präsidentin des lettischen Parlaments.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Delska die Vision und die technologischen Lösungen des Projekts vor, gefolgt von Vorträgen internationaler Branchenfachleute (Dell Technologies, 11Stream, Veeam) zu zentralen Themen wie Rechenzentren als nationale Infrastruktur, künstliche Intelligenz, souveränes Computing und Datenportabilität. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Führung, bei der die Gäste einen Blick hinter die Kulissen der Infrastruktur des Rechenzentrums werfen konnten.

Die Veranstaltung hat bei aktuellen und potenziellen regionalen und internationalen Kunden großes Interesse geweckt, und das Rechenzentrum bereitet bereits die Infrastruktur für seine ersten festen Kunden vor.

„Die Eröffnung des Rechenzentrums in Delska ist ein starkes Signal für die wirtschaftliche Reife Lettlands und seine Fähigkeit, sichere Investitionen mit hohem Mehrwert anzuziehen. Es zeigt, dass Lettland ein stabiler und zuverlässiger Standort für zukunftsorientierte Projekte ist. Die digitale Infrastruktur bildet heute die Grundlage sowohl für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit als auch für die nationale Sicherheit. Dieses Projekt ist auch ein Beispiel dafür, wie sich technologische Entwicklung mit Nachhaltigkeit verbinden lässt", sagte Ministerpräsidentin Evika Silina, von Lettland, in ihrer Rede.

Das Projekt ist auch eine Reaktion auf den Kapazitätsmangel an den großen europäischen Datenhubs, der Unternehmen dazu veranlasst, Regionen mit freien Kapazitäten zu suchen. Es markiert den Beginn der Stärkung des Baltikums als wettbewerbsfähiges und nachhaltiges digitales Infrastrukturzentrum in Nordeuropa.

Informationen zum Rechenzentrum

Die 7.100 m² große modulare Anlage ermöglicht eine Erweiterung auf bis zu 30 MW. Sie unterstützt bis zu 250 kW pro Rack und erfüllt den Tier III-Standard, der eine Verfügbarkeit von 99,982 % gewährleistet.

Die Anlage, die einen PUE-Wert von <1,3 anstrebt, wird mit erneuerbarer Energie aus nordeuropäischen Wind-, Solar- und Wasserkraftquellen betrieben; die Notstromgeneratoren werden mit erneuerbarem Diesel von Neste MY betrieben.

Informationen zu Delska

Delska ist einer der führenden Betreiber von Rechenzentren im Baltikum und verfügt über mehr als 26 Jahre Erfahrung. Das Unternehmen betreibt sechs Rechenzentren in Riga und Vilnius mit einer Gesamtkapazität von 19 MW sowie Niederlassungen in Frankfurt und Amsterdam und bietet eine Reihe von IT-Infrastruktur- und Cloud-Diensten an.

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2957259/Delska.jpg

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Delska Logo

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Andri Silberschmidt wird zur Schlüsselfigur im Zürcher FDP-Poker um die Regierung

14.04.2026

Die Zürcher FDP setzt bei den Regierungsratswahlen 2027 konsequent auf Konzentration: Parteivorstand und Spitze wollen Nationalrat Andri Silberschmidt als einzigen offiziellen Kandidaten ins Rennen schicken. Der 31- beziehungsweise 32-jährige Unternehmer und Nationalrat soll den frei werdenden Sitz von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh verteidigen und damit die bürgerliche Mehrheit in der siebenköpfigen Kantonsregierung sichern. Die formelle Nomination ist an der Delegiertenversammlung im Juni 2026 vorgesehen.

Silberschmidt, der seit 2019 im Nationalrat sitzt und zuvor im Zürcher Gemeinderat politisierte, positionierte sich bei seiner Vorstellung klar als wirtschaftsliberaler Kandidat. Der Kanton Zürich sei seine Heimat, hier habe er gewohnt, sein Unternehmen gegründet und seine „politischen Sporen abverdient“, sagte er. Priorität habe ein wirtschaftlich starker Kanton, in dem sich Unternehmen wohlfühlen. Als möglicher direkter Nachfolger für die Volkswirtschaftsdirektion nannte er neben Standortpolitik auch Verkehr, Sicherheit und Bildung als Schwerpunkte. FDP-Präsident Filippo Leutenegger beschreibt ihn als Vertreter einer zukunftsgerichteten, gesellschafts- und wirtschaftsliberalen Politik, der Eigenverantwortung, Unternehmertum und einen schlanken Staat betone und über Parteigrenzen hinweg Mehrheiten suchen könne.

Der Entscheid, zunächst nur mit einem Einerticket anzutreten, ist innerhalb des bürgerlichen Lagers umstritten. Politgeograf Michael Hermann bezeichnet das Vorgehen als verpasste Chance: Angesichts von sicher drei und bis zu fünf frei werdenden Sitzen in der Regierung sei der Verzicht auf eine aktive Rückeroberung des zweiten, 2019 an die Grünen verlorenen FDP-Sitzes ein „dürftiges Ziel“ für die traditionsreiche Kantonalpartei. Zumal der Sitz der Mitte-Partei als wacklig gilt, falls Regierungsrätin Silvia Steiner nicht mehr antreten sollte. Leutenegger verweist hingegen auf Risikomanagement: Man wolle „keine übermässigen Ansprüche stellen“, um nicht politisch „auf die Nase zu fallen“. Berichte, wonach potenzielle Kandidatinnen zuletzt mehrfach abgesagt hätten, verstärken den Eindruck eines strategischen Rückzugs auf die Kernaufgabe Sitzsicherung.

Für Spannungen sorgt der FDP-Kurs insbesondere bei der SVP. Kantonalpräsident Domenik Ledergerber spricht von einer Enttäuschung und wirft den Freisinnigen vor, den fünften bürgerlichen Regierungssitz faktisch kampflos preiszugeben. Er erinnert an die Kräfteverhältnisse vor 2019, als SVP, FDP und Mitte gemeinsam fünf der sieben Sitze hielten. Als Reaktion prüft die SVP nun, ihrerseits mit einem Dreierticket anzutreten. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat ihre erneute Kandidatur bereits angekündigt, zusätzliche Namen sollen von einer Findungskommission vorgeschlagen werden; die Delegiertenversammlung will im Juli über das Ticket entscheiden. Die FDP hält ihr langfristiges Ziel von zwei Regierungssitzen zwar aufrecht, will eine zweite Kandidatur aber nur dann lancieren, falls es ausserhalb des bürgerlichen Lagers zu einer Vakanz kommt – etwa wenn parteilose oder mitte-nahe Amtsinhaber nicht mehr antreten.