SAN JOSÉ, Costa Rica, 14. April 2026 /PRNewswire/ -- Nach Angaben des National Geographic Institute ist das Meeresgebiet Costa Ricas zehnmal so groß wie seine Landfläche, doch ist diese Tatsache nicht immer Teil des kollektiven Bewusstseins des Landes. Als Reaktion darauf und mit dem Ziel, den Naturschutz und die Aufklärung zu fördern, hat die Landesmarke essential COSTA RICA die digitale Plattform Costa Rica Blue ins Leben gerufen, die den Einwohnern Costa Ricas das Wissen über ihre Ozeane und deren Bedeutung näherbringen soll.

Die Initiative zielt darauf ab, das Wissen über die Meere durch eine interaktive und lehrreiche Plattform zu fördern, die zum Schutz der Meeresökosysteme anregt. Costa Rica Blue steht Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie der breiten Öffentlichkeit unter folgendem Link kostenlos zur Verfügung: https://www.esencialcostarica.com/costaricablue/
„Costa Rica Blue entstand aus dem Bedürfnis heraus, unsere Ozeane besser zu verstehen und ihren Wert anzuerkennen. Wir sind davon überzeugt, dass Wissen der erste Schritt zum Schutz ist, und genau das ist das Ziel dieser Plattform: dieses Wissen durch eine leicht zugängliche und interaktive Erfahrung einem breiteren Publikum – insbesondere den jüngeren Generationen – näherzubringen", erklärte Adriana Acosta, Leiterin der Landesmarke essential COSTA RICA.
Nach Angaben des Schmidt Ocean Institute wurden in den Gewässern Costa Ricas mehr als 7.000 Meeresarten erfasst, von denen viele einzigartig oder endemisch sind. Costa Rica Blue entführt die Nutzer in die Tiefen der Gewässer Costa Ricas und lädt sie ein, diese Arten zu entdecken. Dazu werden Informationen zu jeder einzelnen Art sowie zu den Lebensräumen, Temperaturen und Druckverhältnissen bereitgestellt, in denen sie lebt.
Darüber hinaus enthält die Plattform wichtige Informationen über Korallenriffe und Unterwasserberge sowie Warnungen hinsichtlich der Risiken der Überfischung für gefährdete Arten und die marine Artenvielfalt.
„Costa Rica ist ein tiefblaues Land, doch sind wir uns nicht immer voll und ganz bewusst, was das bedeutet. Diese Plattform ist eine Einladung, diesen Reichtum wiederzuentdecken, uns wieder mit unseren Ozeanen zu verbinden und zu verstehen, dass deren Schutz Teil unserer nationalen Identität ist. Diese Initiative spiegelt die Werte Nachhaltigkeit und Innovation wider, für die die Landesmarke essential COSTA RICA steht", fügte Acosta hinzu.
Costa Rica Blue ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für öffentliche Bildung (Ministerio de Educación Pública, MEP) entwickelt wurde, das als wichtiger Partner bei der Umsetzung der Initiative im nationalen Bildungssystem fungiert.
„Diese Bildungsressourcen wurden in Übereinstimmung mit den Lehrplänen für Naturwissenschaften und Biologie für Schüler der Sekundarstufe I und II in verschiedenen Bildungszweigen entwickelt. Sie dienen als ergänzendes Instrument zur Stärkung der Lehr- und Lernprozesse im Unterricht", erklärte Alfredo Ortega Cordero, Leiter der Abteilung für Sekundarstufe I und II in der Direktion für Lehrplanentwicklung des MEP.
Warum sind die Ozeane wichtig?
92 % der Fläche Costa Ricas sind Ozeane
Die Meeresfläche des Landes ist etwa zehnmal so groß wie seine Landfläche
In Costa Rica leben rund 3,5 % der weltweit bekannten Meeresarten
Die Ozeane erzeugen mehr als 50 % des Sauerstoffs, den wir atmen, und absorbieren fast 30 % des von der Menschheit produzierten CO₂, was ihre Bedeutung für das Gleichgewicht des Planeten unterstreicht.
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Die Debatte über steigende Mieten und Wohnungsnot entwickelt sich in der Schweiz zu einem der dominierenden innenpolitischen Konfliktfelder. In der SRF-«Arena» unter dem Titel «Miet-Irrsinn» prallten Vertreterinnen und Vertreter von SP, SVP, Mitte und Grünen aufeinander – und stritten nicht nur über Zahlen und Instrumente, sondern auch über die grundsätzliche Frage, was den Druck auf dem Mietmarkt überhaupt treibt. Im Zentrum standen die Rolle der Zuwanderung, die Bautätigkeit, die Renditebegrenzung im Mietrecht sowie der Umgang mit mutmasslich überhöhten Mieten.
Die Ausgangslage ist angespannt. In der Schweiz wohnen rund 60 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Gemäss einem Mietbarometer, das im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes erstellt wurde, geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. Damit steigen die Wohnkosten schneller als die Reallöhne; ein immer grösserer Anteil des Budgets fliesst in die Miete. Gleichzeitig sinkt der Anteil leerstehender Wohnungen: Per 1. Juni 2025 waren landesweit weniger als 50'000 Wohnungen unvermietet – statistisch steht nur noch etwa eine von 100 Wohnungen leer. Fällt die Leerwohnungsziffer unter ein Prozent, gilt dies offiziell als Wohnungsnot; diese Schwelle ist derzeit bereits in zahlreichen Kantonen unterschritten.
SVP-Nationalrat Manfred Bühler führt den Engpass vor allem auf die Zuwanderung zurück. Die Migrationspolitik sei der «Haupttreiber für die Nachfrage», argumentierte er in der Sendung. Würde die Nettozuwanderung auf 20'000 Personen pro Jahr reduziert, liesse der Druck auf dem Mietmarkt rasch nach, so seine These. Mitte-Politikerin Tina Deplazes dagegen verweist auf ein ganzes Bündel struktureller Faktoren: Individualisierung, mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte, ein generell gestiegener Wohnraumbedarf sowie die Alterung der Gesellschaft. Zuwanderung erhöhe zwar ebenfalls die Nachfrage und damit die Preise, es handle sich dabei aber um Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden.
SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und Grünen-Nationalrat Michael Töngi legten den Fokus stärker auf die Angebots- und Regulierungsseite. Deplazes macht ein zu tiefes Bautempo für die Knappheit verantwortlich, während Töngi die mangelnde Durchsetzung des Mietrechts kritisiert und eine periodische Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben fordert. Badran wiederum sieht «illegale» Mietüberhöhungen als zentrales Problem und verweist auf den im Schweizer Mietrecht verankerten Rendite-Deckel. Nur in einer «unkontrollierten Immobilienwirtschaft» könnten Vermieter Preise nach oben durchsetzen, etwa wenn Gutverdienende aus dem Ausland ohne Weiteres 7'000 Franken für eine Vierzimmerwohnung bezahlten. Würden die Renditebegrenzungen konsequent durchgesetzt, hätte die Zuwanderung auf die Miethöhen keinen Effekt, hält sie dagegen. Die konträren Lesarten – Nachfragebremsen durch Migrationspolitik auf der einen, striktere Regulierung und mehr Bauaktivität auf der anderen Seite – zeigen, wie weit der politische Konsens bei der Suche nach Antworten auf den «Miet-Irrsinn» derzeit entfernt ist.