CATL erreicht das Ziel der CO₂-Neutralität im Kerngeschäft für 2025 und stellt die Weichen für das Ziel der gesamten Wertschöpfungskette bis 2035

17.08.2026

NINGDE, China, 17. August 2026 /PRNewswire/ -- CATL gab heute bekannt, dass das Unternehmen sein Ziel der CO₂-Neutralität in allen Kerngeschäftsbereichen bis 2025 planmäßig erreicht hat – alle 20 Batteriewerke sind als CO₂-neutral zertifiziert – und stellte seinen Aktionsplan für die vollständige CO₂-Neutralität der gesamten Wertschöpfungskette bis 2035 vor. Dies zeigt, dass sich die Dekarbonisierung für CATL von einer Frage der sozialen Unternehmensverantwortung zu einem zentralen Wachstumsmotor entwickelt hat.

Bei einer Auftaktveranstaltung am Montag in Ningde forderte das Unternehmen zudem seine globalen Partner auf, die Dekarbonisierung entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette zu beschleunigen. Es kündigte Beschaffungsrichtlinien an, nach denen Lieferanten ab 2027 Daten zum CO₂-Fußabdruck vorlegen müssen, und bietet Lieferanten mit besserer CO₂-Bilanz günstigere Konditionen an.

„Bevor CATL einen Beitrag zu globalen CO₂-Vorschriften und -Standards leisten kann, muss das Unternehmen zunächst durch die eigene industrielle Praxis beweisen, was möglich ist", sagte Robin Zeng, Vorstandsvorsitzender und CEO von CATL. „Da die Welt ihre Bemühungen um die Netto-Null-Bilanz verstärkt, werden CO₂-neutrale Batterien in naher Zukunft keine Option, sondern eine Notwendigkeit sein. Wir sind bereit, unsere Technologien und Erfahrungen mit Partnern aus der gesamten Branche zu teilen, um so zur Gestaltung globaler CO₂-Standards beizutragen und die branchenweite Dekarbonisierung voranzutreiben."

Robin Zeng, Chairman and CEO of CATL, delivers a speech at the event

Ziel der CO₂-Neutralität für den Kernbetrieb bis 2025 wie geplant erreicht

Seit der Inbetriebnahme unserer ersten Batteriefabrik 2012 hat CATL jeden Aspekt der CO₂-freien Fertigung erforscht und validiert. Dies ist zu einem festen Bestandteil von CATL geworden. 

Jiang Li, Vizepräsident, Vorstandssekretär und Leiter des Ausschusses für nachhaltige Unternehmensentwicklung bei CATL, sagte: „Kohlenstoffneutralität lässt sich nicht allein auf Schätzungen aufbauen. Sie erfordert zuverlässige Daten, klare Abgrenzungen und eine systematische Umsetzung."

Jiang Li, Vice President, Board Secretary and Head of Corporate Sustainable Development Management Committee of CATL, introduces the six key zero-carbon initiatives at the event

Um diese Datengrundlage zu schaffen, entwickelte CATL 2022 eigenständig das CATL Carbon Chain Management System (CCMS), um die CO₂-Emissionen in seinen Werken und an seinen Produktionslinien zu überwachen und zu berechnen. Bis heute erfasst das CATL CCMS CO₂-Daten aus der gesamten Batterieproduktion sowie von den wichtigsten Zulieferern und hat dabei mehr als 1.000 Produkt- und Rohstoffmodelle generiert.

Auf der Grundlage dieses Datensystems integriert CATL seine Dekarbonisierungsbemühungen in die Prozess- und Anlagenoptimierung, das Batteriedesign, den Verbrauch grüner Energie, die Rohstoffbeschaffung und das Recycling.

2025 entfielen 100 % des Stromverbrauchs in den Kernbetrieben auf CO₂-freien Strom, wobei seit 2023 kumulativ mehr als 18 Milliarden kWh CO₂-freier Strom verbraucht wurden. Der Energieverbrauch pro Produkteinheit an den Batterieproduktionsstandorten sank im Vergleich zu 2022 um 28 % und lag damit unter dem Branchendurchschnitt. Die CO₂-Emissionsintensität sank im Vergleich zu 2022 um etwa 77 %. Von 2023 bis 2025 erzielte CATL eine kumulative CO₂-Reduzierung von über 10 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent – vergleichbar mit den gesamten nationalen CO₂-Emissionen Bruneis im Jahr 2025.

Dieser Meilenstein markiert nicht nur die erste erfüllte Verpflichtung von CATL zur CO₂-Neutralität, sondern setzt auch einen neuen Maßstab für CO₂-neutrale Praktiken in der Lithium-Ionen-Batterieindustrie.

Auf dem Weg zur vollständigen CO₂-Neutralität der Wertschöpfungskette bis 2035

Mehr als 80 % der CO₂-Emissionen über den gesamten Produktlebenszyklus von CATL stammen aus der Lieferkette, wobei die Gesamtemissionen der Wertschöpfungskette mehr als das Fünffache der im Kerngeschäft verursachten Emissionen betragen.

Bryan Huang, Leiter des Beschaffungszentrums bei CATL, sagte: „CATL wird die Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette in Schlüsselbereichen wie Materialinnovation, Materialherstellung, umweltfreundliche Logistik und Batterierecycling vorantreiben. Dies erfordert eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette."

Bryan Huang, Head of Procurement Center at CATL, delivers a speech at the event

Im Bereich Datenmanagement wurden für mehr als 100 zentrale Tier-1-Zulieferer CO₂-Basisdaten erfasst, und CATL strebt an, schrittweise eine 100-prozentige Datenabdeckung in den wichtigsten vorgelagerten Gliedern der Lieferkette zu erreichen.

Zur Emissionsminderung wird CATL die Dekarbonisierung auf vier Säulen ausrichten: Material- und Prozessinnovation, Fertigung, umweltfreundliche Logistik und Batterierecycling.

  • Materialinnovation: CATL konzentriert sich auf die Innovation im Bereich umweltfreundlicher Materialien und die Umstellung auf kohlenstoffarme Prozesse. Bei Anoden fördert das Unternehmen beispielsweise den Einsatz kohlenstoffarmer Materialien wie Rohpetrolkoks mit geringerem Feuchtigkeits- und Gehalt an flüchtigen Bestandteilen.
  • Materialfertigung: Angesichts des hohen Energiebedarfs bei der vorgelagerten Rohstoffproduktion hat CATL einen Plan zur Deckung des Strombedarfs durch Ökostrom aufgelegt, der bis 2035 eine 100-prozentige Nutzung von Ökostrom entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Ziel hat.
  • Grüne Logistik: Durch den Einsatz seiner fortschrittlichen Batterietechnologie und seines Batteriewechsel-Netzwerks fördert CATL vollständig CO₂-freie Logistiklösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Batterierecycling: CATL wird den Aufbau eines globalen Batterierecycling-Netzwerks über Brunp Recycling weiter vorantreiben.

Um die Dekarbonisierung seiner Zulieferer zu unterstützen, wird CATL seine Green Procurement Guidelines (Richtlinien für umweltbewusste Beschaffung) herausgeben, die von neuen Zulieferern die Bereitstellung von Daten zum CO₂-Fußabdruck ihrer Produkte verlangen und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien sowie die Energieeffizienz in die jährlichen Lieferantenbewertungen einbeziehen. Unter vergleichbaren Bedingungen können Lieferanten mit einer besseren CO₂-Bilanz bei der Auftragsvergabe bevorzugt behandelt und durch langfristige Vereinbarungen unterstützt werden.

CATL wird außerdem seine Zero-Carbon Supply Chain Empowerment Initiative starten und gemeinsam mit einer ersten Gruppe von 30 Kernlieferanten umfassende Initiativen zur Dekarbonisierung ins Leben rufen.

CATL Launches Its Value-Chain Carbon Neutrality Action

Die Ökonomie der CO₂-freien Wirtschaft eröffnet erhebliche neue Wachstumschancen. CATL unternimmt große Anstrengungen in den Bereichen CO₂-freie Mobilität, CO₂-freie Energieversorgung und die Elektrifizierung von Industriezweigen, wobei bereits mehrere Anwendungsszenarien umgesetzt wurden. Gemeinsam mit globalen Partnern strebt CATL an, die CO₂-freie Wirtschaft auszubauen, die weltweite Energiewende zu beschleunigen und zur Schaffung einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen.

 

 

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Restrukturierung, Stellenabbau, Übernahme: Rieter vollzieht Personalwende im Top-Management

08.10.2026

Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.

Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.

Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.

Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.