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Die Comet Holding AG hat für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 2,6 Prozent auf 457,0 Millionen Schweizer Franken gemeldet, gegenüber 445,4 Millionen Franken im Vorjahr. Bei konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum sogar 7,3 Prozent, was auf eine solide operative Entwicklung trotz eines herausfordernden Marktumfelds hindeutet. Das Unternehmen verzeichnete eine leichte Verbesserung der Nachfrage nach seinen Produkten, angetrieben durch zunehmende Dynamik in Teilen des Halbleitermarktes, insbesondere bei fortschrittlichen Logikanwendungen.
Die Profitabilität des Schweizer Technologiekonzerns stand jedoch unter Druck: Die EBITDA-Marge sank von 13,0 Prozent im Vorjahr auf 10,1 Prozent im Jahr 2025. Dieser Rückgang wird auf Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken sowie auf ungünstige Produkt- und Regionalmixeffekte zurückgeführt. Das EBITDA selbst ging um 20,1 Prozent auf 46,3 Millionen Franken zurück. Die traditionellen Industriemärkte entwickelten sich stabil, allerdings ohne nennenswerte neue Nachfrageimpulse.
Für das Jahr 2026 zeigt sich Comet optimistisch und positioniert sich für den erwarteten Aufschwung in der Halbleiterindustrie. Das Unternehmen rechnet mit steigenden Investitionen in Waferfertigungsanlagen aufgrund von Technologiewechseln und wachsendem Speicherbedarf. Der Ausblick prognostiziert, dass der Nettoumsatz in Schweizer Franken und die bereinigte EBITDA-Marge deutlich über den Werten von 2025 liegen dürften. Die bereinigte Marge schließt einmalige Kosten in Höhe von etwa drei Prozentpunkten für den Hochlauf des Standorts Penang und ein Effizienzprogramm aus.
Im ersten Quartal 2026 erwartet Comet einen starken Auftragseingang bei voraussichtlich moderatem Nettoumsatz, was zu einem Book-to-Bill-Verhältnis von deutlich über 1 führen dürfte. Die Investitionen in KI-Infrastruktur bleiben der wichtigste Wachstumsmotor und werden voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr weiter zulegen. Diese Dynamik zeigte sich bereits in einer deutlichen Belebung der Geschäftstätigkeit in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026. Das Unternehmen plant, Wachstum zu realisieren, eine disziplinierte Strategieumsetzung voranzutreiben und systematische Effizienzsteigerungen zu erzielen.

Bachem hat für das Geschäftsjahr 2025 robuste Zahlen vorgelegt und die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Umsatz wie beim Ergebnis übertroffen. Der Pharmazulieferer setzte 695,1 Millionen Franken um, ein Plus von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr; in Lokalwährungen lag das Wachstum sogar bei 19,2 Prozent. Im ersten Halbjahr war das Unternehmen in Lokalwährungen noch um 34 Prozent gewachsen. Unter dem Strich erzielte Bachem einen Reingewinn von 148,8 Millionen Franken und damit knapp 24 Prozent mehr als 2024. Damit lag das Unternehmen rund 30 Millionen Franken über der Konsensschätzung.
Auch auf operativer Ebene legte Bachem zu. Der EBITDA stieg um 21,8 Prozent auf 214,7 Millionen Franken, die Marge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 30,9 Prozent. Darin enthalten ist allerdings ein positiver Sondereffekt von 16,1 Millionen Franken aus der Standortentwicklung im Sisslerfeld sowie dem Verkauf eines Gebäudes in den USA. Bereinigt lag die EBITDA-Marge bei 28,6 Prozent und damit ungefähr auf Höhe der Markterwartungen. Aktionäre sollen an der Entwicklung teilhaben: Die Divende soll von 0,85 auf 0,90 Franken je Aktie erhöht werden.
Für Gesprächsstoff sorgt der Ausblick. Unter der neuen CEO Anne-Kathrin Stoller rückt Bachem von der bisher kommunizierten Marke eines Umsatzes von mindestens 1 Milliarde Franken ab, die 2026 erreicht werden sollte. Im aktuellen Communiqué wird dieses Mittelfristziel nicht mehr explizit erwähnt. Stattdessen stellt das Unternehmen für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 35 bis 45 Prozent in Aussicht, was einer Spanne von 938 Millionen bis 1,008 Milliarden Franken entspricht. Schafft Bachem den oberen Rand, wäre die bisherige Zielmarke zwar erreicht – die weniger pointierte Formulierung dürfte aber einige Investoren veranlassen, ihre Erwartungen zu justieren.
Operativ richtet Bachem die Organisation auf weiteres Wachstum aus. 2025 investierte der Konzern 332,6 Millionen Franken über alle Standorte hinweg; im laufenden Jahr sollen die Investitionen auf über 400 Millionen Franken steigen. Hintergrund sind unter anderem mehrere Grossaufträge von Herstellern der stark nachgefragten Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Gleichzeitig treibt Bachem den Ausbau neuer Kapazitäten voran: Die erste Bauetappe des Gebäudes K wurde Ende 2025 von der Aufsichtsbehörde Swissmedic inspiziert und freigegeben. Das Unternehmen, das Peptid-basierte Wirkstoffe für Indikationen wie Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit liefert und parallel ein Standbein im Bereich Oligonukleotide aufbaut, setzt damit klar auf steigende Nachfrage – auch wenn es bei der kommunikativen Zuspitzung seiner Umsatzziele zurückhaltender geworden ist.