
Die Migros hat 2025 einen Rekordgewinn ausgewiesen – angetrieben vor allem durch den Verkauf mehrerer Tochterfirmen. Der Reingewinn sprang auf 1,1 Milliarden Franken, nach 419 Millionen im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 1,2 Milliarden Franken, von zuvor 484 Millionen. Laut Mitteilung des Konzerns sind die ausserordentlichen Erträge aus Unternehmensverkäufen der zentrale Treiber dieses Ergebnissprungs.
Im Zuge des grössten Konzernumbaus ihrer Geschichte hat sich die Migros in den vergangenen Jahren von einer Reihe von Randgeschäften getrennt. Bereits 2024 belasteten Restrukturierungen und Abschreiber das Ergebnis um 440 Millionen Franken, unter anderem durch den Ausstieg aus dem Fachmarktgeschäft mit Marken wie SportX, Melectronics, Bikeworld, Do it + Garden, Obi, Micasa, Misenso und Bestsmile. 2025 folgten der Verkauf der Kosmetiksparte Mibelle sowie der Vollzug des Verkaufs des Reiseveranstalters Hotelplan Group.
Diese Schritte beschleunigten 2025 den EBIT durch Einmaleffekte um insgesamt 400 Millionen Franken. Ohne Sondereinflüsse zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der bereinigte Betriebsgewinn ging auf 812 Millionen Franken zurück, nach 924 Millionen im Vorjahr. Auch im operativen Kerngeschäft steht der Konzern unter Druck. Die Migros verlor Marktanteile an die Konkurrenz, während sie gleichzeitig im Supermarktgeschäft mit Preissenkungen um rund 500 Millionen Franken pro Jahr ihre Position halten will. Ein Teil dieses Volumens spiegelt sich erst zeitversetzt im Ergebnis 2025, da die Preissenkungen gestaffelt eingeführt werden.
Strategisch richtet sich der Konzern nach Abschluss des Konzernumbaus auf ein schlankeres Portfolio aus. Künftig fokussiert sich die Migros auf die Bereiche Detailhandel, Finanzdienstleistungen und Gesundheit. Das Supermarktgeschäft bezeichnet sie trotz des Wettbewerbs- und Preisdrucks als „stabil“. 2025 sank der Gruppenumsatz um 1,9 Prozent auf 31,9 Milliarden Franken, wobei in der Zahl noch Anteile verkaufter Unternehmen enthalten sind, was den Vergleich mit dem Vorjahr erschwert. Operativ setzt die Migros weiter auf Expansion: Im vergangenen Jahr wurden 13 neue Filialen eröffnet, bis 2030 sollen es 140 sein. Damit dürfte auch der Personalbestand, der derzeit im Durchschnitt bei 91’689 Mitarbeitenden liegt, weiter steigen.

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat ihren Geschäftsbericht sowie den Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 publiziert. Die Unterlagen, die sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Aspekte des vergangenen Jahres abdecken, stehen ab sofort online zur Verfügung. Mit der gleichzeitigen Veröffentlichung der beiden Berichte unterstreicht die Regionalbank ihren Anspruch auf erhöhte Transparenz gegenüber Kapitalmarkt, Kundschaft und weiteren Anspruchsgruppen.
Der Geschäftsbericht 2025 umfasst neben dem Aktionärsbrief den Lage- und Finanzbericht sowie eine ausführliche Darstellung der Unternehmensführung. Leserinnen und Leser erhalten Einblick in die Geschäftstätigkeit, die strategische Ausrichtung und die wichtigsten Kennzahlen der Bank. Der Bericht liefert zudem Informationen zu Mitarbeitenden und zur unternehmerischen Verantwortung. Zusammen mit dem Offenlegungsbericht kann das Dokument über die Website glkb.ch/geschaeftsbericht heruntergeladen werden.
Parallel dazu legt die GLKB ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 vor, der auf den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) basiert. Der Bericht beschreibt das Nachhaltigkeitsmanagement der Bank und deren Bemühungen in diesem Bereich. Im Fokus stehen dabei die Offenlegung von Zielen, Massnahmen und Strukturen im Nachhaltigkeitskontext. Der Bericht ist unter glkb.ch/nachhaltigkeitsbericht verfügbar und ergänzt die finanzielle Berichterstattung um ökologische und soziale Dimensionen.
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 24. April 2026, den im Geschäftsbericht enthaltenen Lagebericht und die Jahresrechnung sowie den Nachhaltigkeitsbericht zu genehmigen. Alle im Aktienregister eingetragenen Aktionärinnen und Aktionäre erhalten zusammen mit der Einladung zur Generalversammlung den Aktionärsbrief zugestellt, in dem auf die beiden publizierten Berichte verwiesen wird. Damit schafft die Bank die formelle Grundlage, um finanzielle Performance und Nachhaltigkeitsaktivitäten gemeinsam zur Beschlussfassung vorzulegen.