
Algorithmischer und hochfrequenter Handel haben sich zu zentralen Bestandteilen der modernen Finanzmärkte entwickelt. Handelsentscheidungen werden zunehmend automatisiert, datengetrieben und in Maschinengeschwindigkeit ausgeführt. Diese Entwicklung ermöglicht zwar höhere Effizienz und Liquidität, bringt jedoch zugleich neue Formen digitaler Risiken mit sich. Cyberbedrohungen, Systemstörungen und Probleme bei der Datenintegrität können sich direkt auf die finanzielle Performance und die Stabilität der Märkte auswirken.
In diesem Umfeld ist Cyber-Resilienz längst nicht mehr nur eine IT-Frage, sondern eine unternehmenskritische Kernkompetenz. Finanzinstitutionen müssen sicherstellen, dass ihre digitalen Infrastrukturen auch unter widrigen Bedingungen zuverlässig, sicher und anpassungsfähig bleiben. Dazu gehören nicht nur technische Schutzmechanismen, sondern auch organisatorische Reife, kontinuierliche Überwachung sowie die Fähigkeit, auf Vorfälle schnell und effektiv zu reagieren.
JRC Capital, ein forschungsorientiertes Investmenthaus, begegnet diesen Herausforderungen durch die aktive Teilnahme an der europäischen Forschungsinitiative CyberAId. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit bringt JRC Capital seine praktische Expertise aus den Finanzmärkten ein und erhält zugleich Zugang zu innovativen Ansätzen im Bereich Cyber-Resilienz, digitales Risikomanagement und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in sicherheitskritischen Prozessen.
Statt Cybersecurity ausschließlich als defensive Maßnahme zu verstehen, verfolgt CyberAId einen ganzheitlichen Ansatz: systemische Risiken zu erkennen, die operative Robustheit zu stärken und Entscheidungsprozesse unter Unsicherheit zu verbessern. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Nutzung von KI, um komplexe Datenmengen auszuwerten, Muster frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für das Management zu schaffen. Für JRC Capital bedeutet dies, Cyber-Resilienz und KI fest in der strategischen Ausrichtung und der operativen Unternehmenskultur zu verankern.

Die Galenica-Tochtergesellschaft Bichsel stellt ihre defizitäre pharmazeutische Produktion bis Ende 2026 ein und richtet ihr Geschäft künftig auf Home-Care-Dienstleistungen aus. Nach Abschluss des gesetzlich vorgesehenen Konsultationsverfahrens mit der Mitarbeitendenvertretung bestätigte der Verwaltungsrat, dass ein wirtschaftlich tragfähiger Weiterbetrieb der Produktionssparte nicht möglich sei. Trotz kontinuierlicher Investitionen liessen sich die bestehenden Anlagen und Gebäude laut Unternehmen nicht mehr aufrechterhalten.
Im Zuge der Neuausrichtung reduziert Bichsel seinen Stellenabbau leicht: Statt der ursprünglich angekündigten 170 Stellen sollen nun 152 Arbeitsplätze wegfallen. In den kommenden Wochen wird geprüft, wie viele der betroffenen Mitarbeitenden innerhalb des Galenica-Netzwerks weiterbeschäftigt werden können. Die Mitarbeitenden sollen in den nächsten Tagen individuell über ihre persönliche Situation informiert werden.
Für die von der Schliessung betroffenen Beschäftigten hat das Unternehmen einen ausgebauten Sozialplan aufgelegt. Dieser berücksichtigt Faktoren wie Alter und Dienstjahre und enthält eine Härtefallregelung. Zudem unterstützt Bichsel die Mitarbeitenden bei der beruflichen Neuorientierung. Nach Unternehmensangaben sind die konstruktiven Vorschläge der Mitarbeitendenvertretung in die Ausgestaltung des Sozialplans eingeflossen und haben dessen Gestaltung massgeblich geprägt.
Auf der Kundenseite will Bichsel die Versorgungssicherheit im Übergang gewährleisten. Das Unternehmen plant, die Belieferung mit den wichtigsten Produkten bis Ende 2026 sicherzustellen, während parallel der Fokus auf den Ausbau der Home-Care-Dienstleistungen gelegt wird. Damit reagiert die Galenica-Gruppe auf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen in der Produktion und setzt verstärkt auf Bereiche, in denen sie mittel- bis langfristig grössere Chancen sieht.